Korsika – Teil 5

Corte – Wanderung durch das Tal des Tavignano

Ein steiniger Weg, immer am Hang lang

Auf dem Berg stehen Kletterer.

Hier klettern auch die Kühe.

Am nächsten Tag verlassen wir Corte und fahren über die D71 durchs Kastanienland. Aber nicht nur Kastanien wachsen hier, sondern auch Stein- und Korkeichen. Eine lohnenswerte Strecke durch viel Wald.

freilaufende Schweine am Straßenrand

Am Nachmittag zog sich der Himmel wieder zu und die Temperaturen lagen nur noch bei 15 Grad. Aber das Meer und die Sonne sind nicht weit.

Aus den abgestorbenen Bäumen lässt sich noch was Schönes machen.

Cap Corse

Einen letzten Campingplatz suchen wir uns auf dem Cap Corse an der Ostküste.

Mit Aussicht auf eine alte Festung.

Auch hier war ein/e Kettensägen-Künstler/in aktiv.

Ohne Kabine wollen wir die kleinen und kleinsten Straßen des Caps erkunden.

Ganz im Norden, vom Ort Macinaggio aus, machen wir noch eine letzte Wanderung auf dem „Weg der Zöllner“.

Im Hintergrund ist die Insel Elba zu sehen.
Sieht noch ganz gut aus der Turm…..von Weitem.
So ganz viel ist doch nicht mehr übrig.

Den letzten sonnigen Tag nutzen wir für eine Rundfahrt.

Leider auch auf Korsika ein sehr häufiges Schild vor Straßen, Parkplätzen oder ganzen Orten

Manche Straßen sind nur für Fahrzeuge mit 6 m maximal Länge empfohlen. Auch stehen die Bäume oft sehr eng. Gut, dass wir die Kabine abgesetzt haben.

Wofür der Mittelstrich ist, hat sich uns nicht erschlossen.
Letzte Proteste der Corsen gegen die Franzosen.

Eine der wenigen restaurierten Mühlen. Diese hat die Firma Mattei instand gesetzt und in den Farben des Spirituosen-Herstellers gestaltet.

Entlang der Westküste

Zurück am Platz. Dicke Wolken schieben sich über die Berge und die Wettervorhersage kündigt viel Regen an.

Bastia

Das Wetter macht uns den Abschied leicht. Bei mehr oder weniger starkem Regen haben wir uns Bastia angeschaut. Das trübe Wetter unterstreicht noch den maroden Charme der Altstadt.

Napoleon – auf einem riesigen Platz mit Blick auf den Hafen.

So schäbig die Gebäude sind, so hübsch und prunkvoll ist zum Teil das Innere der Kirchen. Sogar mit Seidentapeten an den Wänden.

Renoviert und mit ein bisschen Farbe können die alten Häuser wieder richtig chic aussehen.

In den Einkaufsstraßen ist die Fassade auf Höhe der Geschäfte gestrichen, darüber bröselt es.

Hafen von Bastia

Die Fähre hat erst um 18.30 h angelegt. Um 20.04 h war sie ent- und neu beladen und wir haben abgelegt. Ankunft in Savona war morgens pünktlich um 7:00 h.

Durch das Aostatal fahren wir noch einmal in die Schweiz zu unseren Freunden, bevor es wieder nach Hause geht. Damit beenden wir den Blog für unsere Korsika-Reise.

Korsika ist eine imposante und abwechslungsreiche Insel. Sie bietet: sehr schöne Küstenstraßen, beeindruckende Bergwelten, gut ausgeschilderte Wanderwege, Strände von feinsandig bis felsig und glasklares Wasser. Aber die Insel ragt auch unglaublich steil aus dem Meer auf. Die Straßen sind oft dem Berg abgerungen und erscheinen wie an die Felswände geklebt. Die Dörfer und Städte machen mit ihren hohen dicht beieinander stehenden Häusern und den Natursteinfassaden einen abweisenden Eindruck.

Viele Tiere haben wir nicht gesehen – ein paar halbwilde Schweine in den Eichenwäldern und überall Milane am Himmel.

Das Wetter war mit Tagestemperaturen von 20 – 26 Grad sehr angenehm, auch wenn es zwischen durch mal geregnet hat. Das Meer hatte noch (eine erfrischende) Badetemperatur, war aber öfter mal zu wellig.

Unser Plan, den Sommer noch ein wenig zu verlängern ist dennoch aufgegangen.

Korsika – Teil 4

Bonifacio

Auf Kalkfelsen gebaut und recht bröselig.

Blick auf den Hafen

Durch dieses Tor führt der Weg in die Oberstadt

Schmale Gassen, hohe Häuser, unglaublich steile Innentreppen

Die Streben zwischen den Häusern dienten früher dazu, Wasser in eine Zisterne zu leiten.

Immer wieder gibt es Lücken und kleine Balkone mit herrlicher Aussicht aufs Meer und die Steilküste und auch hinüber nach Sardinien. Die Nachbarinsel liegt nur 18 km entfernt.

Die Treppe des Königs von Aragon. Helmpflicht, bevor es 187 Stufen zum Meer hinunter geht.

Die Treppe ist sehr steil und in die senkrechte Wand gehauen – die Decke nicht sehr hoch, daher ist der Helm nötig.

Die Treppe von unten.

Unten angekommen, geht der Weg noch ein ganzes Stück am Felsen entlang. Teile sind aber auch schon gesperrt, da der Felsen weggebrochen ist.

Cimetière Marin. Eine Totenstadt am äußeren Ende der Halbinsel, hoch über dem Meer.

Auf dem Weg ins Alta Rocca

Ein Stausee (Lac de l’Ospedale) mit sehr wenig Wasser. Warum das so war, hat sich uns nicht erschlossen.

Wanderung zum Wasserfall Piscia di Gallo

Die Cascarde war das Ziel der Wanderung. 60 Meter stürzt das Wasser den Fels hinunter.

Um zum Fuß des Wasserfalls zu kommen, war viel Kletterei einen steilen Fels hinunter und wieder hinauf nötig.

Der Weg war steinig und verwurzelt

Die Blüten des Erdbeerbaumes.

Das bisher gefährlichste Tier, dem wir auf Korsika begegnet sind. Ein Feuersalamander.

Von den spektakulären Bergen des Bavella Massivs haben wir leider fast nichts gesehen. Bis auf 600 m waren die Gipfel in dichte Wolken gehüllt. Erst darunter lichtete sich der Himmel langsam. In den Wolken lagen die Temperaturen nur noch bei 12 Grad.

Ghisonaccia

Also schnell wieder ans Meer. Angenehme 22 Grad und badefreundliche (naja…) Wassertemperaturen.

Ferienhäuser direkt am Strand. Das Meer kommt ihnen aber schon gefährlich nahe.

Heftiger Wind und hohe Wellen machten dem Badevergnügen schnell ein Ende.

Weg nach Corte

Wieder sind die Straßen an den Berg geklebt und winden sich durch schmale Täler.

Ghisoni

Vivario

Einer der letzten geöffneten Campingplätze bei Corte.

Corte

Auf einer Höhe von 450 Metern gelegen, von Zweitausendern umgeben. 7.500 Einwohner, davon 5.000 Studenten.

Das Denkmal für den großen Unabhängigkeitskämpfer Gian Pietro Gaffori

Irgendwas ist immer

Finde den Fehler…

Blöd, wenn man einen Drempel übersieht und beim Öffnen der Kabine feststellt, dass das sich das einzige gläserne Gewürzglas bemüßigt fühlte, aus dem Regal zu springen und die Glasabdeckung vom Herd zu zertrümmern. Naja, es geht auch ohne.

Da wir gerade bei „irgendwas ist immer“ sind…
Beim ersten Halt nach der Abfahrt von zuhause, haben wir festgestellt, dass der Ventilator der Toilettenentlüftung nicht mehr funktioniert. Jetzt wissen wir, dass er doch ganz nützlich war, Gerüche nach außen zu leiten.

Heute haben wir eine schöne Wanderung von Corte aus gemacht. Aber davon berichten wir im nächsten Blog.

Korsika – Teil 3

Ajaccio

Ein Kurzbesuch in der Inselhauptstadt. Eine kleine Stadt, die einen sehr freundlichen Eindruck macht.

Napoleon ist an jeder Ecke anzutreffen. Er soll hier geboren sein.

Da wollte jemand mitreisen (eine Gottesanbeterin)

Calcatoggio

Ein dramatischer Sonnenuntergang

Als wäre der Himmel auf den Kopf gefallen.

Olmeto

Der nächste traumhafte Strand vor dem sehr einfachen Campingplatz Chez Antoine. Der hat uns so gut gefallen, dass wir letztendlich 5 Nächte geblieben sind.

Einige wenige Plätze haben direkten Meerblick.

Morgens war das Meer ohne Wellen und die leichte Strömung trieb das Board zurück an den Strand.

In der nächsten Bucht, aus der die Fähre kommt, liegt der Ort Propriano mit allen Einkaufsmöglichkeiten.

Filitosa

Von Olmeto aus haben wir Filitosa besucht. Eine Ausgrabungsstätte prähistorischer Menhire. Die Steinsäulen sind etwa 4.000 Jahre alt. Irgendwie ist das wohl unser Jahr der Steinsäulen – erst in Großbritannien und jetzt hier.

Mit mehr oder weniger stark angedeuteten Gesichtszügen und einem Schwert vor dem Körper, die Rückseite weist Linien auf, die einen Rückenpanzer darstellen könnten.

Spuren von Besiedlung unter höhlenartigen Felsen.

Menhire um einen 1.000 Jahre alten Olivenbaum, wobei die Steine schon 4.000 Jahre alt sein sollen,
Wieder mal uns unbekannte Beeren.
Verrückte Steinskulpturen.

Sartène

Die angeblich korsischste Stadt auf der Insel. Hohe Häuser aus Granit, die wie Trutzburgen eng beieinander stehen. Bei Sonne und mit vielen Geschäften und Restaurants erlebten wir sie in freundlicher Atmosphäre.

Cauria

Auch hier gibt es Menhire – 4.000 Jahre alte Steinsäulen.

Das Schaffell weist den Weg zu einem 4 Km langen Rundweg durch eine sehr idyllische Landschaft mit alten Korkeichen, Olivenbäumen und Gesteinsgebilden.

Sehr einfache Gesichtszüge, die zum Teil kaum zu erkennen sind.

Der Dolmen von Fontanaccia. Ein Grabraum umbaut von sechs Granitsteinen auf denen eine Deckplatte von über 3 Tonnen ruht. Er wird auch Teufelsschmiede genannt.

Korkeiche

Alles sehr mystisch,…

Abschied von Chez Antoine. Das Campingrestaurant hat danach dann auch für diese Saison geschlossen.

Strand von Palombaggio

Weißer, feiner Sandstrand, türkisfarbenes Wasser, grüne Pinien vor blauem Himmel – fast fühlen wir uns wie in der Karibik. Der Wind war nur sehr frisch und wehte in stürmischer Stärke.

Nach einer regenreichen Nacht und einem verregneten Tag freuen wir uns über den blauen Himmel, der sich wieder ausbreitet.

Wie lange der sich wohl noch halten kann?

Diese Woche stand eher im Zeichen von Strandurlaub und Erholung. Wir haben es sehr genossen in der Sonne zu sitzen, im Meer zu baden und in kurzer Hose draußen sein zu können. Die Abende sind jedoch kurz und nach Sonnenuntergang wird es schnell kalt. Ab 20 Uhr hören wir auf den Übernachtungsplätzen nur noch die Grillen zirpen.

Korsika – Teil 2

Patrimonio

Einen ganzen Tag haben wir gesessen und den herrlichen Ausblick auf das Meer genossen, unseren Blog geschrieben und die nächsten Tage geplant, bevor wir uns auf den Weg nach Calvi gemacht haben.

St. Florent

Das St. Tropez Korsikas. Dicke Motoryachten liegen im Hafen und die Cafés sind gut gefüllt mit Urlaubern.

Blick aufs Städtchen

Eine Zitadelle aus dem 15. Jh.

Hübsche Plätze und viele Restaurants

Sant Antonino

Dort hinauf wollen wir – mit dem Auto. Der Ort hat schon mal eine Auszeichnung als schönstes Dorf Frankreichs bekommen.

Pittoresk ist es auf jeden Fall.

Pigna

Pigna wird im Reiseführer als Künstlerdorf beschrieben. Leider waren alle Türen verschlossen und Künstler weit und breit nicht zu sehen.

Calvi

Ein sehr sympathisches Städtchen mit schönem Strand, einer Hafenpromenade, einer Zitadelle aus dem 15. Jh., netten Geschäften und vielen Restaurants.

Am Hafen entlang zur Zitadelle

Columbus wurde in Calvi geboren.

Auf dem Festungsberg – die Kathedrale

Blick von der Festung auf Altstadt und Hafen

Capo di a Veta

Der Hausberg von Calvi – da wollen wir hoch, diesmal zu Fuß.

Der Berg ist 703 m hoch. Es geht von seinem Fuß an steil bergauf mit viel Kletterei.

Unterwegs stehen Bäume mit bunten Früchten.

Nach knapp 3 Stunden standen wir vor dem Gipfelkreuz

YES! Geschafft.

Belohnt wurden wir mit einer tollen Aussicht auf die Bucht von Calvi und die Stadt.

Runter mussten wir aber auch wieder. Der Abstieg war als einfacher beschrieben als der Aufstieg. Das bezog sich aber nur auf das letzte Drittel. Um dort hin zu kommen, sind wir noch mehr geklettert und gekraxelt.

Aber auch hier immer wieder schöne Ausblicke auf die Küste.

Am Ende waren es 12 km und 760 Höhenmeter, sehr anstrengend, weil es fast ausschließlich steil war und über große Felsen und rutschiges Geröll ging.

Auf dem Weg nach Calcatoggio

Golfo de Porto

Blick auf Porto

Nach Porto wird die Küstenstraße richtig spektakulär. Schmal, an den Felsen geklebt, steile Küste, rötlicher Granit. Gerade hier waren so viele Motorradfahrer unterwegs, dass wir kaum einen Platz gefunden haben, um mal für ein Foto anzuhalten.

Calcatoggio

Ein schöner Strand und der Campingplatz direkt dahinter.

Wir haben noch nicht herausgefunden, was ein geschütteltes Meer ist.

Das Dach ist gerade sehr praktisch, da es immer wieder mal regnet. Die Temperaturen bleiben trotzdem sehr angenehm zwischen 21 und 26 Grad. Überm Meer scheint die Sonne, die Berge sind Wolkenverhangen.

Korsika – Teil 1

Diesmal wollen wir uns Korsika anschauen. Die Hinfahrt führt über die Schweiz nach Livorno und mit der Fähre dann nach Bastia.

Auf dem Weg nach Süden machen wir mal wieder Station in der Pfalz.

„Unser“ Übernachtungsplatz hinterm Friedhof in Kallstadt.

Der Nachmittag war sonnig und wir haben noch einen schönen Spaziergang zwischen den Weinfeldern gemacht.

Schweiz

Weiter gings in die Schweiz. Hier haben wir unsere Freunde besucht und sind 3 Tage geblieben.

Schaffhausen und der Rheinfall

Ein Besuch in Schaffhausen bei Regen.

Der Rheinfall

Kunstausstellung in Bad Ragaz

Im Kurpark und am Rande der Altstadt war eine Vielzahl von Skulpturen und Installationen internationaler Künstler ausgestellt.

Holz – aus dem ganzen Stamm gesägt.

Aus Metall. Die Figuren haben chinesische Gesichter.

Der gehörte nicht zur Ausstellung! War auch lebendig.

Alte Männer beim Boule-Spiel.

Die Köpfe sind beweglich.

Fahrt Richtung Süden.

Die Reste vom Gletscher am Julier-Pass.

Übernachtung auf dem Bernina Pass in 2.300 m Höhe. Nachts hatten wir nur noch 2,5 Grad. Am Morgen waren wir in Wolken gehüllt, die von der Sonne aber schnell vertrieben wurden.

Livorno

Sonnenuntergang am Strand von Livorno

Da die Fähre morgens um 8.00 Uhr schon ablegte, hatten wir uns einen Abend-Check-in gebucht mit Übernachtung auf dem Schiff. Leider hatte die Fähre 2,5 Std. Verspätung, so dass wir erst um 23.00 Uhr in unserer Kabine waren. Alles hatte geschlossen und nur ein paar einsame Gestalten versuchten noch, ein netteş Plätzchen für einen Schlummertrunk zu finden.

Die Fähre hat dann zwar pünktlich am Morgen abgelegt, kam aber wieder mit 1 Stunde Verspätung in Bastia an.

Korsika

Bastia

Von Bastia ging es gleich steil nach oben über die Berge. Wir haben uns einen ersten kleinen Campingplatz an der Westküste gesucht, direkt am Strand.

Patrimonio

Großbritannien – Teil 7

Die Küste zwischen Brighton und Dover
– Seven Sisters und Beachy Head

Das Kap Beachy Head und die Seven Sisters sind weiße Kreidefelsen, die bis zu 170 m aus dem Meer aufragen.

Auf dem Weg zu den Klippen hat uns dieser hübsche Sperber begleitet.

Die Klippen der Seven Sisters

Das Meer nagt unermüdlich an der Küste. Die Häuser rechts stehen schon gefährlich nah am Abgrund.
Blick oberhalb von Beachy Head über die Ebene oberhalb der Klippen.

Beachy Head mit dem vorgelagertem Leuchtturm, in dem auch übernachtet werden kann. Leider ausgebucht, als wir dort waren.

Sissinghurst

Ein Anwesen mit einem traumhaften Garten in voller Blüte bei Sonne.

In diesen Häusern mit den lustigen Hüten wurde bis in die 1980 Jahre Hopfen getrocknet. Von unten wurde ein Feuer entfacht, der Hopfen lagerte auf einem Zwischenboden und die weißen Mützen sorgten für den Abzug. Sie wurden vom Wind so gedreht, dass der Rauch abziehen konnte und der Wind nicht rein blies.

Die Wohntürme von Sissinghurst. Oben gibt es noch eine schöne Terrasse mit Rundumblick.

Die alten Mauern geben dem Garten ein besonderes Flair.

Ein Gartenteil ganz in Weiß und Silber.

Uns sind viele Törchen begegnet – zum durchgehen, drübersteigen und klettern. Dieses Holztor hatte einen ganz aussergewöhnlichen Mechanismus.
Hier hieß es klappen und klettern.

Cranbrook

Cranbrook ist ein kleines Städtchen, was aber außer einer Mühle und einer Kirche nicht viel zu bieten hatte. Es fand aber gerade eine Hochzeit statt.

Die Damen auf dem Weg zur Kirche.

Dover

Dover Castle – eine der größten Burganlagen Europas. Erbaut um 1170

Über die Klippen von Dover sind wir zum Leuchtturm spaziert. Durch große Margaritenwiesen.

Ein Abschiedstee unterm Leuchtturm.

Von Dover haben wir die Fähre zurück aufs Festland genommen. Calais empfing uns mit Nieselregen und damit war klar, dass unsere Reise nun zu Ende ist und wir doch den kürzesten Weg nach Hause nehmen.

Ein Thema das uns auf der gesamten Insel begleitet hat, war das „Pay here“ und „Park & Display“. Im Süden ist es perfektioniert. Wirklich alles kostet Geld: das Parken, die Sehenswürdigkeiten, die Gärten, die Schlösser und Burgen. Nur am Supermarkt mussten wir nichts fürs Anhalten bezahlen.

Trotz des vielen Regens, den kalten Temperaturen und des starken Windes hat uns die Tour ausgesprochen gut gefallen. Auch wenn wir kaum eine Wanderung machen konnten, hat uns die Weite und Schroffheit Schottland beeindruckt. Kein Vergleich mit dem Süden Englands, der eher sanft gehügelt daher kommt, uns aber zu voll und zu beengt ist.

Großbritannien – Teil 6

Auf dem Weg nach Süden

In der Nähe von Silverdale

Da ist doch klar, woher der Wind weht.
Die Zufahrt zu diesem Farm-Campingplatz ging quer über das Gelände des Bauernhofes. Wir standen hinter den Stallungen und dachten, wir sind falsch. Aber dann stand doch noch ein Hinweisschild.

Süd-England

In der Nähe von Bristol – die Nettwood-Farm

Der nächste Farm-Campingplatz.

Hier sind wir mal 3 Nächte geblieben und haben Ausflüge unternommen und eine schöne Wanderung gemacht. Die Farm lag auf dem Berg mit tollem Blick über den Shew-Valley-Lake, nicht weit von Bristol. Als wir ankamen (Donnerstag), waren wir die einzigen Camper. Am nächsten Tag war der Campingplatz voll, mit Zelten mit Familien und Jugendgruppen. Abends gab es Pizza. Scheint hier am Wochenende üblich zu sein. Am Sonntag sind fast alle mit uns abgereist.

Alpaccas gab es auf der Farm.

Stourhead

Haus und Garten

Von außen groß und klotzig

aber die Möbel stammen von Chippendale persönlich.

Der Park umfasst 36 Hektar, mit einem künstlichen See für den das Flüsschen Stour aufgestaut wurde. Nach unserem Reiseführer ist dies der „Inbegriff des Englischen Gartens…. atmet eine elegante Natürlichkeit, sodass man Mühe hat, die ordnende Hand des Gärtners im Gesamtensemble wahrzunehmen.“ Ab 1741 angelegt. Das Alter konnten wir auch vielen Bäumen ansehen.

Um den See führt ein 3,5 km langer Spazierweg, der immer wieder überraschende Aussichten bietet.

Das Wasser der künstlichen Grotten wurde im Sommer auch zur Abkühlung genutzt.

Wells

Vicar’s Close, die erste Reihenhausanlage der Welt. Sie ist zum Teil auch noch bewohnt, aber dringend sanierungsbedürftig.

Die Kamine sind so typisch englisch
Die Kathedrale ab 1088 erbaut

Aussen reich verziert.

Innen wirkt sie recht modern.
Kapitelsaal. Zu Beginn der Versammlungen wurde ein Kapitel aus der Bibel gelesen. Daher der Name. Hier wurden auch die weltlichen Geschäfte der Kirche besprochen.
Im Süden Englands begegnen uns nicht mehr so viele Golfplätze. Hier wird Cricket gespielt.

Wanderung

Die Wege durch die Hecken zu finden, ist manchmal gar nicht so einfach.

Hinter der Hecke gings auch noch ein Mäuerchen runter. Ein Seil diente als Abstiegs-Hilfe.

Ein mittelalterliches Tor zum Weg um die Kirche und um den Friedhof herum.

Auch wenn es offizielle, ausgewiesene Wanderwege sind – den Pfad mussten wir uns schon selber suchen und hoffen, auch dort auszukommen, wo wieder ein Törchen ist.

Bath

Die römische Therme
The Circus – ein kreisrunder Platz mit ebensolchen Gebäuden und 3 Zufahrtsstraßen.

Royal Crescent

Der Circus, der Royal Crescent und einige andere Gebäude stammen vom Architekten John Woods und seinem Sohn und wurden im 18ten Jahrhundert erbaut.

Garten eines Hauses am Circus – die Rückseiten.

Pultney Bridge. Eine vollständig mit Geschäften bebaute Brücke.
ein Geschäft auf der Brücke

Hier mal eine alte Telefonzelle mit eingebautem Geldautomaten. Ist auch dringend nötig, das Geld ist hier immer alle.

Stonehenge

Trotz der vielen Besucher ein beeindruckendes Bauwerk.

Der einzige Steinkreis der diese Quersteine noch hat. Und das nach fast 5000 Jahren.

Die Steine wiegen bis zu 50 Tonnen.

Salisbury

Das Marktkreuz.

Der Avon umfließt die Stadt.

Die Kathedrale von 1220
800 Jahre alte Bäume im Innenhof
Die tragenden Säulen der Vierung haben sich unter dem Gewicht des Kirchturmes verbogen. Er war gar nicht geplant, aber ein kühner Architekt hat den Turm in die Höhe gezogen. Statt 400 Tonnen tragen die Säulen nun 6.400 Tonnen an Gewicht. Zwar hat sich die Spitze im Laufe der Jahrhunderte um 75 cm geneigt und der Turm ist um 9 cm abgesackt, aber er bleibt stabil und die Säulen halten stand.

Das Taufbecken von 2008. Die Wasserfläche ist so spiegelglatt, das schon versehentlich versucht wurde, Gegenstände darauf abzustellen.
Es war ein warmer, sonniger Tag – Blick vom Kirchturm

In Salisbury hatten wir einen Campingplatz auf dem Gelände der Pferderennbahn. Abends haben wir auf einmal Musik von einem Alphorn gehört. Ein Schweizer Camper hatte sein Musikinstrument mit und spielte ein paar Stücke… diese Schweizer…

Arundel

Ein sehr hübsches Örtchen. Hier lebt Edward William, der 18. Herzog von Norfolk in seinem mächtigen Schloss über dem kleinen Städtchen. Als Earl Marshal of England – ein vererbliches Amt – war er für die Trauerfeierlichkeiten zur Beerdigung von Queen Elisabeth und die Krönung von Charles III. verantwortlich.

Brighton

Herrschaftliche Häuser an der Uferpromenade

Aber auch hier gibt es einen Sanierungsstau
Die 152 Stahl-Bögen des Arkadenweges am Strand sind dringend sanierungsbedürftig und können auch nicht mehr betreten werden. Auch etliche Treppen von der Uferstraße runter zur Strandpromenade sind nicht mehr benutzbar. Die Sanierung wird auf 20 Mio. Pfund veranschlagt. Dazu werden auch Spenden gesammelt.
Eine kleine Bahn fährt. 3,60 Pfund für 1 km.
Die Seebrücke. Vorne in der großen Halle befindet sich eine Spielhalle, hinten eine dauerhafte Kirmes. Eigentlich ist die ganze Brücke ein Vergnügungspark.

An der einzeln stehenden Säule ist eine gläserne Aussichtsplattform befestigt, die in 25 Minuten sich drehend auf 138 Meter hochfährt.

Royal Pavillon

Ab 1802 gebaut für 500.000 Pfund, damals eine ungeheure Summe. Über die „Geschmacksverirrungen“ des damaligen Prinz of Whales – Prinny genannt – wurde in der Bevölkerung nur hämisch gesprochen. Der Prinz, beleidigt, kehrte darauf hin der Stadt den Rücken und kam nie wieder. Später hat die Queen den Pavillon für 50.000 Pfund an die Stadt verkauft – mit Prunk wollte sie nichts zu tun haben.

Impressionen aus der Altstadt

Viele kleine, zum Teil sehr enge Gassen durchziehen die Altstadt. In etlichen fanden sich nur Juweliere, es gab viele Second-Hand-Läden, kleinste Imbisse und winzige Restaurants.

Brighton haben wir inzwischen wieder verlassen. Auf unserem Reiseprogramm steht nun noch der Besuch der Steilküste und einiger Gärten. Für Dienstag ist die Fähre zurück aufs europäische Festland gebucht.

Großbritannien – Teil 5

Ein sonniger Tag kommt oft überraschend. Auf dem Weg von Ullapool nach Gairloch.

Loch Broom

Ardessie-Falls

Loch Ewe. Eine bedeutende Bucht im 2. Weltkrieg. Hier fanden Handelsschiffe Schutz und die Bucht wurde mit einem Stahlnetz vor Torpedos geschützt.

Hoffentlich brauchen wir das nie wieder.

Inverewe Gardens

Einer der nördlichsten botanischen Gärten der Welt. Durch seine Lage am warmen Golfstrom wachsen für diesen Breitengrad völlig untypische und vielfältige Pflanzen.

Schiefer gestapelt.

Hübscher Bambus auch mal in blond

Chilenischer Laternenstrauch. Die Blüte ist ca. 2 cm groß.

Baumfarn

Fahrt zum Loch Maree

Durch beeindruckende Landschaften ohne Regen.

Kaum am Loch Maree angekommen, zogen wieder Wolken auf und unser Spaziergang durch die Hügel fand mit Regenschirm statt.

Mit ein bißchen Sonne wäre das eine phantastische Aussicht durch das Tal auf Loch Maree gewesen.

Mal wieder ein freundliches Willkommen für Wohnmobile

Castle Eilean Donan. Eins der am längsten bewohnten Burgen. Es machte auch den Eindruck, als wäre es sofort bezugsfertig. Badezimmer und Zentralheizung waren installiert.

Isle of Skye

Glen Brittle

Ganz am Ende der kleinen Straße liegt ein Campingplatz in den Dünen direkt am Strand.

Unser Versuch bei Nieselregen bis an die Südspitze der Bucht zu laufen wurde durch einen Bachlauf gestoppt, der so viel Wasser führte, daß wir ohne größere Umwege nicht rüber kamen.

Talisker

Destillerie

Jede Destillerie hat ihre Besonderheit. „Made by the Sea“ ist hier das Motto.

Der Weg über Uig, Brogaig nach Portree

Das Quiraing Massiv

Die Felsenspitze verschwand in den Wolken und eisiger Wind pfiff uns um die Ohren. Eigentlich kann man hier tolle Wanderungen machen (machten auch einige).

Warten auf die Fähre zum Festland und Abschied von der Isle of Skye

Wieder auf dem Festland – Silversands Beach

Kaum waren wir auf dem Festland, riss der Himmel auf und wir hatten strahlenden Sonnenschein. Zeit für einen schönen Strandspaziergang.

Zum Sonnenuntergang wehte aber schon wieder ein so eisiger Wind, daß es uns zu kalt war, um auf das tatsächliche Versinken der Sonne zu warten.

Über die „Road to the isles“ sind wir nach Fort William gefahren und dort dann nach Süden abgebogen.

Ein letzter Blick auf ein schottisches Loch. Loch Lomond im Trossachs National Park.

Wir hatten genug vom eisigen Wind, tief hängenden Wolken und Regen. Nachdem wir die Isle of Skye verlassen hatten, haben wir uns entschlossen, nach Süden zu fahren, auch wenn uns Schottland ausgesprochen gut gefallen hat mit seiner wilden Landschaft, den schmalen Straßen und der Einsamkeit. Aber die Aussicht auf 20 Grad und Sonne haben uns gelockt. Auch wenn es bedeutete 800 km zu fahren.

Ein paar Besonderheiten sind uns in Schottland aufgefallen, die uns zum Schmunzeln gebracht haben (oder zum Kopf schütteln):

  • Überall auf Campingplätzen und in öffentlichen Toiletten gibt es Klopapier, Seife und einen meist elektrischen Händetrockner, aber keine Klobürsten.
  • Alkohol darf nur von 10 AM bis 10 PM verkauft werden. Um 9:45 Uhr wurde er uns im Supermarkt vom Band genommen…
  • Der Sommer hat nur 12 Grad, trotzdem werden T-Shirts, kurze Hosen und Sommerkleider getragen.
  • Es gibt über 550 Golfplätze bei 5,4 Mio. Einwohnern (70 pro m²) und 380 arbeitende Destillen.
  • Selten gibt es Mülleimer und man wird auf Schildern gebeten, seinen Müll mitzunehmen. Trotzdem fliegt nirgendwo Abfall rum oder hängt Klopapier in den Büschen. Selbst die wilden Übernachtungsplätze sind sauber und kein Fitzelchen fliegt durch die Gegend.
  • Die Menschen sind sehr gelassen mit dem kalten und regnerischen Wetter. „Typisch“ oder „normal“ hörten wir oft.
  • Auf Campingplätzen muß oft für die Markise oder das Vorzelt extra bezahlt werden.
  • Im Restaurant ist die erste Frage, ob es Allergien oder Unverträglichkeiten gibt.
  • In den schottischen Supermärkten gibt es alles zu kaufen, aber keine Frische-Theke für Fisch, Fleisch oder Käse. Alles ist abgepackt.
  • Auf den Single-Track-Roads gibt es an den Passing Places kein Gerangel. Alle warten geduldig und bedanken sich fürs Vorbeilassen.
  • Das Autofahren ist leicht, trotz ungewohntem Linksverkehr, da alle recht zurückhaltend, freundlich und zuvorkommend sind.

Nun sind wir inzwischen in Südengland, in der Nähe von Bristol. Wir freuen uns über mehr Wärme und weniger Wind.

Großbritannien – Teil 4

Thurso

Thurso ist eine Kleinstadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten, zumindest für Lebensmittel. Ca. 2 km weiter ist der Fährhafen von Scrabster. Von dort haben wir die Fähre zu den Orkneys genommen. Unser Ziel war Stromness auf der Hauptinsel Mainland.
Die Fähre „Hamnavoe“ die uns rüber bringt. Die Stühle waren angekettet, das war auch gut so, denn das Schiff rollte in den Wellen.

Orkney

Ein Hauch von Sonne auf den Klippen
„Old man of Hoy“
Toll gelegen, aber Sturm umtost und Wind gepeitscht – der Campingplatz auf dem wir die erste Nacht auf der Insel verbrachten.

Stromness

Der nächste Tag war zwar sonnig, der Wind blies trotzdem unvermindert und kalt.

In den engen Gassen von Stromness

Unstan Cairn

Cairns sind 4.000 bis 5.000 Jahre alte, grasbewachsene Räume aus Stein, die als Grabstätten dienten.

So sieht es im Innern des grünen Hügels aus.
Mit Graffiti von 1878

Maeshowe

Eines der größten und besterhaltenen Hügelgräber Europas.

An den Wänden gibt es die ältesten Runen. Die durften wir aber leider nicht fotografieren. Zu besichtigen ist dieses Bauwerk nur mit einer Führung. Rein kommt man durch einen sehr niedrigen, 11 m langen Gang.

Standing Stones

Überall auf den Orkneys stehen vereinzelt Steine. Hier mal viele zusammen.

Die Telefonzelle dient jetzt als kleiner Kunstausstellungsraum.

Scara Brae – eine Steinzeitsiedlung

Der prähistorische Ort war lange Zeit unter Dünen verborgen. Erst um 1850 hat eine schwere Sturmflut Teile vom Land weggespült und damit auch die Häuser frei gelegt.

So sah es wohl mal im Haus aus. Abteilungen und „Möbel“ aus Steinen.

Ring of Brodgar

Dieser Steinring hatte mal 60 Monolithe, heute stehen noch 27 davon. Er ist größer als Stonehenge und fast 5000 Jahre alt.

Gegenüber von Brodgar haben wir einen kleinen Parkplatz für die Übernachtung gefunden.

Click Mill

Die Besonderheit dieser Mühle ist, dass sie beim Mahlen durch das horizontal liegende Wasserrad ein Klick-Geräusch macht. Alle anderen Mühlen machen Klack.

Über eine Schafswiese gelangten wir zur kleinen Mühle.

So süß – ein Alpakaschaf?
Da hat sich der Bauer einen Scherz erlaubt oder er wusste nicht, wohin mit seinen alten Autos?
Ein Beobachtungsplatz, um Vögel zu beobachten. Vorbei kamen aber nur Enten und Schwäne.

Brough Head

Zu dieser vorgelagerten Insel führt bei Ebbe ein Weg und über einen Pfad geht es weiter bis zum Leuchtturm.
Deutlich ist der Weg zu erkennen, aber leider gerade überspült.
Stehende Steine gibt es überall auf der Insel.
Der Wind weht ohne Unterlass über die Inseln. Für ein Picknick und ein Feuer braucht es etwas Schutz.

Kirkwall

Der Hauptort von Mainland

Die einzige Sehenswürdigkeit der Stadt – die Kathedrale St. Magnus.
Bei den kalten Temperaturen und dem starken Wind wundern wir uns sehr über den blühenden Mohn.
Das haben wir noch nirgendwo erlebt. Ein toller Platz auf der Düne über dem Strand. Kostenfrei und mit diesem Schild.
Wir stehen ganz am Ende von diesem schönen Strand.

The Italian Chapel

Diese kleine Kirche wurde ab 1942 von italienischen Kriegsgefangenen erbaut. Die Front ist aus Stein, der Kirchenraum aus Wellblech. Die Innendekoration ist ausschließlich gemalt!

Die südlichen Inseln der Orkneys sind durch befahrbare Dämme miteinander verbunden. Churchill ließ sie im 2. Weltkrieg zur besseren Verteidigung bauen. Die Kriegsgefangenen wurden dafür eingesetzt. In den Buchten liegen unzählige, versenkte Schiffe.

Verwitterte Grabsteine aus dem 19 Jahrhundert. Die Schrift ist nicht mehr zu entziffern.

Endlich mal ein Highland-Rind. Sie kommen seltener vor, als wir dachten.

Wieder auf dem „Festland“

Duncansby Head – die nord-östlichste Spitze von Schottland

Es ist gut zu erkennen, wo die nächsten Felsnadeln entstehen.

Kaminfeuer werden auch immer noch mich Torf gefüttert.

Der Norden und Westen Schottlands ist eher einsam, hat tolle Landschaften und viele Single Roads. Die Landschaften sind ganz anders als im Süden und Osten.

Wenn das Gras neben der Single Track Road geschnitten wird, heißt es warten bis zum nächsten Passing Place.

Die Surfer lassen sich von 11 Grad Lufttemperatur und 13 Grad Wassertemperatur des Atlantiks nicht abschrecken.

Smoo Cave

Das Besondere ist der Wasserfall in der Höhle. Eintritt frei!
Und ist der Ort noch so klein, einen Golfplatz hat er.

Oldshoremore

Plötzlich erleben wir einen sonnigen, warmen Tag und Strände mit karibischem Flair.

Bei dem tollen Wetter haben wir eine Wanderung über drei Strände und die Klippen unternommen. Am Ende des ersten Strandes standen wir vor einer Felswand und wussten nicht so recht, wie es weitergehen könnte. Wir haben uns dann einen Weg durch die Dünen gesucht und standen unverhofft vor einem Wegweiser.
Bank mit Aussicht.
Immer an der Klippe lang – ein ausgewiesener Coast Trail
Die Natursteinmauern durchziehen das ganze Land.

Die Aussichten entlang der Single Roads sind einfach toll – vor allem bei gutem Wetter.

Kylestrome am Loch a Cháirn

Hier haben wir eine Bootstour über den See zum Wasserfall gemacht

Diese Wand ist für Geologen von großem Interesse. Der Alterungsprozess von Gesteinen lässt sich hier offensichtlich besonders gut beobachten.

Sogar Robben gibt es hier im Loch

Eas à Chual Aluinn – der mit ca. 200 m höchste Wasserfall Großbritanniens

Ardveck Castle – toll auf einer Halbinsel am Loch Assynt gelegen.

Wanderung zu den Eingängen von 4 Höhlen in denen vor 40.000 Jahren schon Menschen lebten.

Außer den Eingängen war aber nix zu sehen.

Die Schafe laufen lustige Muster in die Hänge.

Unser bisher erster schöner Sonnenuntergang – diesmal in Ullapool

Auf den Orkneys hatten wir fast Winter, 5-7 Grad, eisiger Wind mit Windstärke 5 in Böen 7. Zurück auf dem Festland gab es 3 Tage Sommer, Sonne und blauen Himmel bei 13 – 17 Grad. Nun regnet es wieder bei 12 Grad. Wir nähern uns der Insel Skye und sind gespannt, wie dort das Wetter ist, wie sich die Landschaft im weiteren Verlauf verändert und welche Sehenswürdigkeiten es zu bestaunen gibt.

Großbritannien – Teil 3

Loch Rannoch

Blick über den Loch Rannoch

Durch das „königliche“ Dee Tal Richtung Highlands

Von Loch Rannoch sind wir durch das Dee Tal, Richtung Highlands nach Grantown-on-Spey gefahren, um dann dem Whiskey-Trail zu folgen und noch mal zur Küste zu fahren. Dann gings weiter über Inverness zum Loch Ness und in die Highlands.

Hier auf der Insel muss man seine Tage doch schon ein wenig im Voraus planen, denn jedes Castle, Museum, jede Destille oder sonstige Besuche müssen meistens im Voraus online gebucht (und bezahlt) werden. Das gilt auch für Fähren und manche Campingplätze vor allem am Wochenende. Daher haben wir das ein oder andere spontan nicht besuchen können. Zum Beispiel hatten wir beim Schloss der Königsfamilie, Balmoral, keine Chance. Schon gar nicht, da gerade Sonntag war und sehr viele Menschen unterwegs waren. Überhaupt scheinen am Wochenende alle unterwegs zu sein. Es waren große Gruppen Motorradfahrer, Rollerfahrer, Gruppen von Sportwagenfahrern, Wandergruppen, Oldtimer und Fahrradfahrer unterwegs. Und natürlich viele (britische) Wohnmobil / Wohnwagenfahrer.

Braemer Castle. Aus dem 17. Jh.

Blick über die Highlands
Manchmal werden an Aussichtspunkten Fotografier-Hilfen angeboten. Hier z.B. um…
…dieses Haus abzulichten.
Straße durch die Highlands im Cairngorms National Park.
Die wichtigsten Geschäfte in Tomintoul.

Die Schotten haben es verstanden! (meint Eva). Das Schild weist allerdings nur die Richtung zu den jeweiligen Waschräumen auf dem Campingplatz.

Der Whiskey-Trail Richtung Küste nach Elgin

Aus alten Fässern lässt sich auch ein Gartenzaun bauen.

Entlang des Whisky-Trails. (Die „Pagoden“ sind das Zeichen für eine Destille). Heute gibt es in Schottland noch ca. 380 aktive Destillen. Und ab und zu auch eine Woll-Spinnerei.
Und „die“ Butterkeksfabrik mit Shop. Sehr lecker, mit viel guter Butter gebacken.
In dieser Distillery haben wir spontan keine Führung mehr bekommen.
Aber auf dem Gelände konnten wir uns umschauen
Und im Shop Whisky-Abfüllungen bestaunen – zu Preisen bis zu 42.000 Pfund die Flasche.

Elgin

Das Schild weist den Weg zu den drei wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Die Spinnerei in der Wolle und Cashmere aus der ganzen Welt verarbeitet wird. Sie ist auch königlicher Hoflieferant, hat aber auch ein Geschäft in London und verschickt weltweit. Sie haben auch die Stoffe für das Schloss Balmoral der königlichen Familie hergestellt.

Wollspinnerei seit 1797. Immer noch ein Familienbetrieb und ein großer Arbeitgeber in der Region. Bei unserer Führung wurde auch deutlich, das die 800 Mitarbeiter an diesem Standort sehr zufrieden sind. Das Emblem der Firma (oben am Giebel zu sehen) bildet das J des Gründernamens ab und eine Biene, die für die fleißigen Arbeiter steht.

Die Reste der Kathedrale von Elgin – 1224 gegründet und in den Wirren der Reformation im 16. Jh. zerstört.

Cawdor Castle

Wir haben das Schloss nur von außen angesehen und sind durch den schönen Garten spaziert (für 9,- Pfund pro Person)

Vor dem Schloss wurden wir von einem Dudelsackspieler begrüßt.
Gut zu erkennen, aus welchem Land die meisten Touristen kommen.

Die angeblich einzige noch funktionsfähige Zugbrücke in Schottland

Die gedrehte Säule besteht aus geschichteten Schieferplatten, die Kugel aus Glasplatten.
Der wilde Bereich des Gartens am Fluss

Vogelfutterstelle

Ein Spalier aus Goldregen um ein rechteckig angelegtes Hecken-Labyrinth.
Buchs-Hecken von 140 cm Breite.

Loch Ness

Eigentlich nur ein riesiger See, aber zu wissen, wie tief und dunkel er ist, macht ihn schon ein bisschen unheimlich. Er ist ca. 36 km lang, 1,5 km breit und bis zu 230 m tief. Der Wind peitscht die Wellen über die Oberfläche und da sind Monster schnell gesichtet.

In dem alten Hotel in Drumnadrochit soll der Mythos um Nessie entstanden sein. Heute wird dort eine Multimedia-Show gezeigt, die die Suche nach dem Monster beschreibt und mögliche Erklärungsansätze liefert. (Was man alles aus Gerüchten machen kann!?!)
Urquart Castle

Inverness

Am Fluss Ness gelegen. Die Stadt macht mit ihrem dörflich anmutenden Charakter einen sympathischen Eindruck, ist aber die am schnellsten wachsende Stadt in Schottland mit knapp 50.000 Einwohner.

Inverness.

Tain

Bei Glenmorangie konnten wir dann an einer Führung teilnehmen (für 23 Pfund pro Person und im Voraus gebucht).

Das Wasser für den Whisky kommt von einer Quelle in 3 Km Entfernung. Es ist besonders hart, durch die vielen eingelagerten Mineralien. Eins der Besonderheiten dieser Destille.
Eine weitere Besonderheit sind die sehr hohen Hälse der Destillen, die an eine Giraffe denken lassen. Bis zu 5,80 m hoch und damit die höchsten der schottischen Destillen. Das sorgt für einen besonders milden Whisky.

Im „Leuchtturm“ wird experimentiert.
Hier entstehen die besonderen und ausgefallenen Sorten, die es auch nur hier im Shop zu kaufen sind.
Zwei Sorten durften wir probieren.
Beides sehr leckere Tröpfchen,
Übernachtungsplatz am Strand von Tain. Eine schöne Bucht mit großer Wiese und Spazierweg am Meer entlang. Der kostenfreie Platz hat sich bei den Wohnmobilisten rumgesprochen. Sogar ein Wohnwagen kam am späteren Abend noch dazu.
Alle öffentlichen Bänke sind in Erinnerung an Verstorbene gestiftet. Hier sogar mit aufwändigen Schnitzereien. Meistens gibt es eine Plakette mit Namen und Geburts- bzw. Sterbedatum.
Eine Fußgängerbrücke von 1905.
Ein Austernfischer.
Straßenansicht in Tain. Leider haben auch hier, wie in so vielen Orten, die meisten Geschäfte geschlossen.

Dornoch

Das Schloss und das Gefängnis beherbergen heute ein Hotel, die Stadtverwaltung und eine Boutique.
1727 wurde zum letzten Mal in Schottland eine Frau als Hexe verbrannt, nur weil sie alt und angeblich sonderbar war und ihre Tochter eine verkrüppelte Hand hatte. Die Tochter konnte fliehen.

Dumrobin Castle and Gardens

Ein Teil des Schlosses wird auch heute noch bewohnt.

Wir kamen gerade rechtzeitig zur Vorführung des Falkners. Hier mit einem afrikanischen Falken.
Die Flug- und Fangkünste des amerikanischen Adlers konnten wir auch bestaunen.
Das Schloss und die Gärten liegen direkt am Meer.
Das Speisezimmer.
Mehrere Gänge waren zu erwarten.
Das Frühstück wurde in beschaulicherem Rahmen serviert.
Sogar die Teppiche in manchen Räumen sind im Schottenmuster erstellt.

Cairns von Camster

In den einsamen Weiten der Highlands sind die prähistorischen Steinhäuser zu finden, die vermutlich als Grabstätten gedient haben. Über 5.000 Jahre alt, aber in jüngerer Vergangenheit neu aufgebaut.

Umgeben von Wollgrasfeldern.

Wick

Hotel in Wick mit der kürzesten Straße der Welt davor – 2,06 m und im Guinness-Buch der Welt gelistet.

Von Wick aus ist es nur ein Katzensprung nach Thurso. Von hier aus werden wir heute Abend die Fähre zu den Orkney-Inseln nehmen.