Südosteuropa – Teil 3

Diesmal kommt der Blog etwas später, weil wir gestern kein ausreichendes Netz zum Hochladen der Bilder hatten.

Auf unserer Fahrt durchs Land überrascht uns Rumänien immer wieder mit schroffen Felsen, zauberhaften Landschaften, wilden Bären und hübschen Städten.

Eine kleine, nette Kirche am Wegesrand. Die Besonderheit sind die gedrehten kleinen Türme.

Im Ort Polovragi stehen viele geschnitzte Wartebänke

Freilichtmuseum Maldaresti – die Turmhäuser, die im Museum zu besichtigen sind, waren Wohnhäuser, die auch der Verteidigung gegen die Osmanen dienten. In der Walachei sind sie Weltkulturerbe.

Curtea de Arges – die Kirche ist ein Weltkulturerbe. Die gedrehten Türmchen lassen erahnen, wie hübsch sie ist, jetzt leider eingerüstet.

Nebenan in der Kirche findet eine Hochzeit statt. Der Pfarrer ruft gerade die Gesellschaft herein.

Catedrala Regalǎ – eine Rumänisch-Orthodoxe Kirche

Der Innenraum

Von Cuerte de Arges sind wir über die 7c – die Transfăgărășan noch mal über die Karpaten gefahren (von der Walachei nach Siebenbürgen).

Transsilvanien oder auch Siebenbürgen genannt (hier ist alles sehr deutsch) liegt im Karpatenbogen, die Walachei südlich der Karpaten.

Kurz wurden wir von einer großen Schaf- und Ziegenherde gestoppt.

Und dann stehen die Bären einfach so am Straßenrand

Auf der Passhöhe, bei 2067 m, haben wir keine Chance, einen Parkplatz zu finden. Es ist Samstag und viele Rumänen machen einen Ausflug auf die Passhöhe.

Also machen wir uns zügig an die Abfahrt.

Und zu unserer Freude sehen wir noch mal Bären.

In der Ebene finden wir einen sehr netten Campingplatz im Dorf Sarata. Wir befinden uns jetzt wieder in Siebenbürgen.

Noch ist der Platz nicht ganz fertig und die Bezahlung ist eine Spende.

Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang durchs Dorf.

Blick auf das Dorf von einem Hügel aus.

Blick vom Hügel zu den Karpaten

Manches ist verfallen

Oft sind die Häuser bunt gestrichen und hübsch verziert.

Nette Details an den Häusern, wie Ornamente oder Verzierungen an der Dachrinne

Besuch von Sibiu – auf deutsch Herrmannstadt.

Wir schlendern durch die hübsche Innenstadt, die am Montag Morgen sehr voll ist, sodass wir Mühe haben, einen Parkplatz zu finden. Die Schule geht wieder los und die Schüler sind teils mit ihren Eltern oder in großen Gruppen unterwegs.

Typisch für die Häuser in Siebenbürgen sind die „Augenfenster“.

Die erste gusseiserne Brücke Rumäniens (1859 gebaut) führt über die Straße, die die Ober- und die Unterstadt verbindet. Sie wird auch Lügenbrücke genannt. Um die Entstehung des Namens ranken sich einige Legenden. Die populärste besagt, das die Brücke unter Lügnern zusammenbricht. Da dies in 150 Jahren aber noch nicht geschehen ist, spricht dies nach Meinung der Herrmannstädter für die Ehrlichkeit der Bürger und natürlich ihrer Besucher.

Ein Denkmal für den Handwerker auf der Walz

Die Schüler der deutschen Schule werden aufgerufen und von ihrem Lehrer in die Klasse geführt.
Das Haus mit den Augenfenstern ist das älteste Gebäude der Stadt

Dieses Hefeteiggebäck wird über einem Holzkohlefeuer gebacken und in Zucker, Kokos, Nüssen oder allem gewälzt. Sehr lecker.

Mediasch

Auch hier gibt es eine Deutsche Schule
Und „Essen auf Rädern“ von der Diakonie

Der Tropeterturm der Kirchenburg wurde im Jahr 1550 auf 68,50 m aufgestockt. Offenbar wurde das Lot vergessen. Der Turm weicht oben um 2,30 m von der Senkrechten ab.

Biertan – Besuch der Kirchenburg.

Von den ursprünglich 300 im Mittelalter errichteten Kirchenburgen in Siebenbürgen gibt es heute noch 150 bis 160, die erhalten sind. Sieben davon sind Weltkulturerbe, darunter auch die in Biertan.

Aufgang zur Kirchenburg.
Aussicht auf das darunter liegende Dorf.

Ein aufwändiges Schloss in der Kirche. Die Tür war sicher.
Besonders ist auch das 3-flügelige Altarbild. Die Bilder können einzeln gedreht werden, so daß es zu verschiedenen Anlässen unterschiedliche Ansichten gibt.
Das Ehegefängnis.

Die Kirchenburg von der Rückseite.

Waldhütten

Eine etwas kleinere Kirchenburg unterwegs am Weg im Dorf Waldhütten.

Sighisoara – das „rumänische Rothenburg ob der Tauber“. Schäßburg auf Deutsch.

Direkt gegenüber der Altstadt, nur über die Fußgängerbrücke, finden wir einen Stellplatz und können abends in die Stadt laufen.

Figurenwerk des Stundwerks. Auch heute noch schlägt ein kleiner Trommler im drehbaren Figurenwerk, das die Stunden und Wochentage anzeigt, auf seiner Bronzetrommel die Stunden an. Es gibt einen Engel des Morgens und einen Engel der Nacht. Die einzelnen Figuren für die Wochentage sind auf einem Rad angebracht. Als weitere Figuren gibt es einen Henker, eine Friedensgöttin, eine Göttin der Gerechtigkeit und eine Göttin der Justiz.

Aufgang zur Deutschen Schule auf dem Berg.
Die deutsche Schule auf dem Schulberg. Mit finanzieller Unterstützung einer Stiftung aus Düsseldorf saniert.

Von den ehemals 14 Wehrtürmen, die jeweils einer der Zünfte gehörten, sind heute noch neun erhalten. Hier der Turm der Schuhmacher.

Die Schlucht von Bicaz – erneut geht es über / durch die Karpaten.

Lacul Rosu. Auf dem Weg liegt der „rote See“, der uns so gar nicht rot erschien. Eisenhaltige Tonerde verleiht ihm manchmal einen rötlichen Schimmer. 1883 rutschte ein bewaldetes Felsmassiv aus 1000 m Höhe in den Fluss. Die Geröllmassen wirkten wie ein Staudamm und die Bäume ertranken. Heute ragen nur noch ihre Stümpfe aus dem Wasser.
An jeder Sehenswürdigkeit gibt es Essensstände, Restaurants und viele Menschen.
Die Bicaz-Schlucht gehört zu den spektakulärsten Bergpassagen Rumäniens.
15 Km schlängelt sich die Straße durch die Felsen.

Nun biegen wir nach Süden ab, an den Karpaten außen vorbei. Das nächste Ziel sind Schlammvulkane und dann das Donaudelta am schwarzen Meer.