Griechenland – Teil 10

Im Nordosten von Griechenland besuchen wir ein letztes Highlight. Die Nestos Schlucht.

Ein schmaler Pfad führt oberhalb der Schienen am Berg entlang durch die Schlucht. Früher fuhr hier eine Bahn, die Tabak transportierte.
Wunderschön und außer dem Vogelgezwitscher ist kein Laut zu hören.
Träge schlängelt sich der Fluss Nestos durch das Tal.

Den östlichsten Punkt unserer Reise haben wir mit dem Kloster Agios Nicolaos erreicht. Ein Ableger eines Athos-Klosters, ca. 250 Km vor der türkischen Grenze. Es liegt mitten in einem See und ist über einen Steg vom Land zu erreichen, ebenso sind die zwei Kapellen mit einem Steg verbunden.

Lustig, was alles vor dem Haus geparkt wird.

Dann verabschieden wir uns vom Meer.

Durch den Norden Griechenlands fahren wir zur Grenze nach Nordmazedonien.

In der kleinen Stadt Drama schauen wir uns den Skulpturen-Garten an.

Und übernachten noch einmal kurz vor der Grenze neben einer kleinen Taverne.

So klein der Ort auch ist, es gibt eine Kirche, diesmal eine Rote.

Unser Navi weist uns darauf hin, das wir nun an die Grenze kommen. Nordmazedonien durchqueren wir zügig (gut 200 km) und ein paar Stunden später haben wir Serbien erreicht.

In Serbien fahren wir über Land und besuchen die Stadt Nis. Durch die Berge fahren wir zum Kloster Studenica (Unesco Weltkulturerbe), dann Richtung Belgrad und biegen dort Richtung Kroatien ab.

Ostblock-Plattenbau-Charme in Nis.

Wir besuchen in Nis den ´Cele Kula – den Schädelturm. Er wurde von den Osmanen 1809 aus den Knochen und Schädeln serbischer Rebellen erbaut, als Mahnmal, sich nicht gegen das osmanische Reich zu erheben. Der Turm hatte ursprünglich auf allen vier Seiten 14 Reihen mit je 17 Öffnungen (= 952 Schädel).

Die Kirche in der sich die Reste des Schädelturms befinden, wurde 1892 zum Schutz des Turm errichtet.
Von den ehemals 952 Totenschädeln sind nur noch ca. 58 erhalten. Einige wurden gestohlen, andere herausgenommen und beerdigt.
Ein Kloster unterwegs.

Pause am See

Das Kloster Studenica. In einem sehr schönen grünen Tal gelegen.

Reste von Fresken in der Kirche

In unserer Reisevorbereitung hatten wir uns ein paar Sehenswürdigkeiten in Serbien herausgesucht, um nicht einfach nur durch das Land zu rauschen. Über die kleinen Straßen fahrend, wollten wir einen Eindruck gewinnen. Vor Ort haben wir festgestellt, das Serbien durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient. Die Naturparks in den Bergen an der Grenze zu Montenegro und Bosnien sind wild und grün und lohnen entdeckt zu werden. Die Kilometer in Serbien ziehen sich allerdings und benötigen viel Zeit. In Städten und Ortschaften herrscht viel Verkehr, es gibt viele Ampeln und viele Geschwindigkeitsbegrenzungen. Auf dem Land und in den Bergen sind die Straßen schmal, kaputt, steil, sehr kurvig und zum Teil mit viel LKW Verkehr. Außerdem haben wir, seit wir in Serbien sind, tagsüber ca. 34 Grad. Das macht keine Lust auf Wanderungen und Radtouren. So biegen wir jetzt Richtung Kroatien und Slowenien ab.