In unserer siebten Woche haben wir vom Reise-Modus in den Urlaubs-Modus gewechselt. Baden, Strandspaziergänge und mal eine Radtour waren unsere Aktivitäten.

Wir wollen wieder ans Meer und kommen auf unserem Weg Richtung Südwesten an Conneto vorbei.


Im nächsten kleinen Ort Suvereto treffen wir auf ein älteres Ehepaar. Sie erzählen uns in gutem Englisch, das der Ort nicht New York wäre und schnell erkundet ist. Es stellt sich heraus, das er Kindern Englischunterricht gibt und deutschen Rentnern die italienische Sprache beibringt.

Einmal den Berg hoch an der Kirche vorbei, bis zur Kunst, eine andere Straße wieder runter und wir haben das Meiste vom Dorf gesehen.

Inzwischen haben viele Campingplätze geschlossen. Etwas südlich von Follonica finden wir auf dem Platz „Baia Verde“ noch eine schöne Ecke. Allerdings hat alles runterherum zu.


Auf unserer Radtour nach Follonica findet das Navi einen Weg abseits der großen Straße. Leider ist der steinige, steile Weg nur für waghalsige Mountainbiker geeignet die downhill fahren. Wir wollen bergauf und….

… müssen schieben.

So wird aus der Fahrradtour eine halb-stündige Schiebetour, bis wir wieder die Straße erreichen. Zum Glück kommen uns nur einmal ein paar Mountainbiker entgegen geschossen.

Am nächsten Tag fahren wir noch einmal mit den Rädern los. Diesmal nach Punta Ala. Dorthin gibt es einen netten, flachen Radweg durch einen Pinienwald.



In der südlichen Toscana sind uns immer wieder weiße, qualmende Kühltürme und viele große Rohrleitungen aufgefallen. Wie wir u.a. bei Wikipedia nachgelesen haben, handelt es sich dabei um „Das Tal des Teufels“ (ital.: Valle del Diavolo) … ein ca. 200 km² großes, geothermisch aktives Gebiet in der mittleren Toskana, das zur Gemeinde Pomarance gehört. Es ist seit der Antike bekannt. Die Toskana ist das globale Zentrum der Geothermie und beherbergt das älteste geothermische Kraftwerk der Welt in Larderello. Seit 1904 wird hier Erdwärme zur Stromerzeugung genutzt, wobei der italienische Energieversorger Enel die Anlagen betreibt und aktuell etwa ein Drittel des Strombedarfs der Region deckt.
Es gibt ein Museum und einen Geopark, den wir besuchen.

Wenige hundert Meter unterirdisch bringt vulkanisches Magma das Grundwasser zum Kochen und stößt es unter gewaltigem Druck an die Erdoberfläche, wo es in rhythmischen Dampffontänen (soffioni) herausschießt. An anderen Stellen tritt kochendes Wasser brodelnd aus und bildet große Schlammpfützen (lagoni).
Das Wasser enthält Bor und Schwefel.

Der Name des Gebietes geht auf das Mittelalter zurück. Eine Stelle in Dantes erstem Buch der Divina Commedia – Inferno – beschreibt den „Dampf, den die Erde in ihrem Bauch hat“. Die Zeilen legen nahe, dass der Florentiner dieses Gebiet gekannt hat. Das Zischen der Dampffontänen, das Blubbern und der Schwefelwasserstoffgestank der schlammigen Tümpel mögen den Dichter inspiriert haben. So hat man sich in jenen Zeiten den Eingang zur Hölle vorgestellt.

Bereits die Etrusker gewannen römischen Quellen zufolge Bor aus den heißen Tümpeln, das sie als Medizin sowie zur Glasur ihrer Keramiken brauchen konnten. Im Mittelalter vertrieben Händler aus Volterra Schwefel, Alaun und Vitriol.



Im nahe gelegenen Ort Monterotondo Marittimo wollen wir noch einen Kaffee trinken gehen. Dort sind aber alle Rollläden herunter gelassen.

Als wir weiterfahren, fängt es an zu Regnen. Trotzdem fahren wir durch die 5 km lange Zypressen-Allee bei Bolgheri.


Da braut sich was zusammen.

Hier bleiben wir 3 Nächte und warten, dass die Regenfront abzieht. Außerdem hat es sich ergeben, dass Frank und Kathrin in der Nähe sind und so treffen wir uns auf dem Campingplatz. Seit wir zusammen in Marokko unterwegs waren, sind 4 Monate vergangen und es gibt viel zu erzählen.






































































































































































































































































































































































































































































