Ein letzter Blick auf die Affenfinger und dann sind wir aufgebrochen zur Todra-Schlucht.
Todra-Schlucht. Da wir von Süden kamen, hatten wir die engste Stelle zuerst.
Hier kamen wir nach einigen hundert Metern wieder raus.
Dann sind wir durch den Hohen Atlas gefahren. Die Berge sind sehr kahl, karg und es war kalt – insgesamt ziemlich eintönig.
Der LKW ist hoch beladen mit StrohballenHier werden Schafe auf dem Dach transportiert. Ein Stausee (Barrage de Tamtattouchte) auf 1800 m HöheDie Straßen, gut asphaltiert, sind dem Berg abgetrotzt.Übernachtet haben wir auf 2350 m Höhe bei einem Hotel in Agoudal. Es war ziemlich ausgebucht. Mindestens 6 Motorradfahrer und einige Jeeps waren außer uns noch da.Hier ist noch nichts von Frühling zu sehen oder zu spüren.Auf dem Pass von 2940 m Höhe lag noch ein bisschen Schnee. Die Schneewände haben sich vor einigen Wochen noch 3 Meter hoch getürmt.
Über viele Serpentinen rauf und runter gings dann wieder Richtung Dades-Tal
der Dades hat hier eine tolle Schleife gemachtLinks die Straße, rechts der FlußPasst!Die berühmte Zick-Zack Straße runter ins Dades Tal
Im Dades-Tal haben wir am 5 Sterne Hotel „Eden“ gehalten. Hier waren Kathrin und Frank einige Abende vorher hingelaufen, um noch einen Tee zu trinken (während wir an unserem letzten Blog schrieben). Dabei hatten sie einen der beiden Besitzer kennengelernt. Er hat ihnen erzählt, das er das Boutique Hotel zusammen mit seinem Bruder in 8 Jahren erbaut hat. Es wurden lokale Handwerker beschäftigt und die Einrichtung ist eine Mischung aus modernem Komfort und traditionellen Elementen. Es hat nur 18 Zimmer und ist sehr luxuriös. Der Besitzer, den wir dann auch bei einem Kaffee kennengelernt haben, war ausgesprochen nett und hat uns das ganze Hotel gezeigt. Zu recht kann er sehr stolz auf dieses schöne Domizil sein.
Aufgang zur RezeptionAuf der Terrasse haben wir unseren Kaffee getrunken.Traditionelle Türen.Die Bilder stammen von dem britischen Fotografen Michael Colley. Er reist seit 25 Jahren durch Marokko und macht ausschließlich schwarz-weiß Fotos. Zufällig saß er gerade im Salon und so wurden wir ihm auch gleich vorgestellt. Das RestaurantEines der Zimmer. Jedes ist etwas anders geschnitten und eingerichtet.
Nach der Dades-Schlucht sind wir über Zagora nach M’HamidEl Ghizlane gefahren. In Zagora haben wir nochmal die Vorräte aufgefüllt, Frank hat kurz die Garage besucht und dann sind wir weiter nach M’Hamid dem Ausgangspunkt für unsere nächste Pistentour (M’Hamid nach Fuom Zguid -160 km) gefahren. Erst gings zunächst durch eine Mondlandschaft, bis wir wieder Sand unter den Rädern hatten.
An den Bäumen sammelt sich der Sand, bis sie von ihm verschluckt werden. Wir halten nach Frank Ausschau
Ein paar Kamele zum Ausritt für die Touristen.
Endlich kommen unsere Sandbleche mal zum Einsatz. Zum Glück bei einem anderen Auto.Der Ranger meistert die Sandpassagen wieder problemlos.Wolfsmilchgewächse. Sie werden Baumhoch.Übernachtung neben der Piste.Eine weite Schwemmtonebene. Hier können wir mal mit 50 km/h drüber rauschen.Jeder macht hier seine eigene SpurEin Hügel mit versteinerten Muscheln.Über die steinigen Pisten brauchen wir für 10 km eine Stunde.
Auf dem Campingplatz in Fuom Zguid mussten wir erst mal das Auto entsanden und gründlich sauber machen. Am Morgen war Eva der fast volle Joghurtbecher (300 gr.) aus dem Kühlschrank gefallen und auf den Boden geknallt. Der Joghurt hatte sich wirklich im ganzen Auto verteilt, war an den Schränken hoch gespritzt und hat sich bis auf die Polster und das Bett verteilt. Also war auch noch eine Maschine Wäsche zu waschen und wir mussten auch vom Staub (und Joghurt) befreit werden.
Nach gründlicher Reinigung und leckerem Essen im Campingplatz Restaurant, lassen wir den Tag ausklingen.
Kurz vor Akka sind wir wieder auf eine Piste abgebogen, diesmal aber nur um einen Übernachtungsplatz in einem verlassenen Palmenhain anzusteuern.
Abendessen und Sundowner im Sonnenuntergang.
Eigentlich wollten wir nochmal in die Nähe von Tafraoute fahren. Allerdings hat es heute Mittag wieder angefangen zu regnen und zu stürmen und das soll die nächsten zwei Tage so weitergehen. Daher erneute Planänderung. Nun werden wir uns auf den Weg zur Küste machen. Da soll es besseres Wetter geben.
In der letzten Woche haben wir wieder viel erlebt und vor allem viel gesehen. Alleine vom hellen Licht, der vielen Sonne, den phantastischen Landschaften und den unterschiedlichsten Eindrücken sind wir abends geschafft und fallen spätestens um 22 Uhr ins Bett. Von Essaouira sind wir über eine gut ausgebaute Straße, aber durch eine recht langweilige Landschaft nach Marrakesch gefahren. Über Aït Ben Haddou gings weiter nach Ouarzazate und dann ins Dades Tal. Auf diesem Weg haben wir über 800 Fotos gemacht. Es war gar nicht so einfach, einige davon für den aktuellen Blog auszuwählen.
Essaouira
Wir haben einen weiteren Nachmittag in der Stadt verbracht und uns den Fischerei-Hafen angesehen.
Frische Austern und Conches gab es dort zum sofortigen Verzehr.Die Netze müssen geflickt werden.Blick auf die Altstadt.Pferdefuhrwerk unterwegs
Marrakesch
Eine große Stadt mit einem wuseligen Verkehr und über 1 Millon Einwohner. Wir waren ganz froh, dass uns ein Taxi vom etwas außerhalb liegenden Campingplatz in die Altstadt gefahren hat.
Die Saadier-Gräber – eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wir haben eine halbe Stunde angestanden, um einen Blick hinein zu werfen.
Man kann sich auch mit der Kutsche durch die Altstadt fahren lassen. Der Hufschmied arbeitet auch auf der Straße.
Palais de Bahia
Der Palast ist sehr sehenswert. Vor allem die Stuck-, Holz- und Steinmetzarbeiten sind wirklich toll.
Der zentrale Platz Djemaa el-Fna ist UNESCO Weltkulturerbe und liegt im Zentrum der Medina. Schlangenbeschwörer, Gaukler und Musiker sind hier Abends zu bewundern. Außerdem gibt es jede Menge Garküchen.
Im Souk.Secret Garden – ein Rückzugsort in der quirligen und lauten Medina.
Anima – der Garten von André Heller
Er liegt 30 km südlich von Marrakesch und wurde ab 2008 angelegt. Er hat uns ausgesprochen gut gefallen.
Spiegel sind in die Mauer eingelassen.Das Schiff „Hoffnung“
Weiter ging die Fahrt Richtung Ouarzazate
Die Farben der Berge sind manchmal wie aus dem Malkasten.Oder wie durchgerührter Kakao.Und dann schlängelt sich wieder ein fruchtbares Oued durch die Berge. Hier werden kleine Gärten angelegt.Die Häuser passen sich farblich an die Umgebung an.Übernachtung an einem Hotel. Dort haben wir eine leckere Pastilla gegessen. Ein Gericht aus Hühnchen, Mandeln und Rosinen, eingepackt in einen ganz dünnen Teig.
Aït Ben Haddou
Dieses Dorf (Ksar) ist seit 1987 auch UNESCO Weltkulturerbe und beeindruckt durch die alten Lehmbauten. Es diente auch zahlreichen Filmen als Kulisse.
Diese Filme wurden hier alle gedreht.Cappuccino-Pause Blick auf die Neustadt von Aït Ben Haddou. In die Altstadt wollte kein Bewohner zurück. Einer der vielen Künstler in der Altstadt, die mit Safran, Indigo und grünem Tee mit braunem Zucker kleine Bilder malen. Wenn die fertigen Bilder über der Gasflamme erwärmt werden, erscheinen die Motive und die Farbe wird fixiert.Wandbild an einem Teppichladen. Wir haben uns die schönen Stücke angesehen und uns nett mit dem Verkäufer unterhalten. Dass wir nichts kaufen wollten, hat ihn nicht gestört und er hat uns auch nicht gedrängt. Als wir gefragt haben, wo wir denn Brot bekommen können, hat er einen Kollegen losgeschickt und wir bekamen 2 Brote geschenkt. Im Vordergrund sind die Filmstudios von Ouarzazate zu sehen, dahinter wird ein Wohngebiet neu gebaut.
Im Vordergrund sind die Filmstudios von Ouarzazate zu sehen, dahinter wird ein Wohngebiet neu gebaut. Da in der Gegend viele Filme gedreht wurden, hat sich Ouarzazate inzwischen zu einer bedeutenden Filmstadt entwickelt. Hier kann man Filmstudios besichtigen, es gibt ein Filmmuseum und auch eine Filmakademie, die Personal für die Filmindustrie ausbildet.
Noor I bis IV
In der Nähe von Ouarzazate steht das weltgrößte Solarwärmekraftwerk der Welt (Noor I – IV). Der Turm ist 240 m hoch und in den Spiegeln oben am Turm entstehen Temperaturen von 700 Grad. Es wurde hier errichtet, weil es in Ouarzazate die höchste Sonneneinstrahlung weltweit gibt und die Sonne fast an 365 Tage scheint.
Kasbah Taourirt – früher Sitz einer Herrscher-Dynastie
Auf kleinen Pisten fahren wir in Richtung Dades-Schlucht
Kurz vor Ende der Piste suchen wir uns noch einen Übernachtungsplatz
Mal wieder ein Lagerfeuer. Im Hintergrund ist schon auf den Bergen das Mondlicht zu sehen. Und dann kommt der Vollmond hinterm Berg hervor. Die letzten 2,5 Km bis zur Straße waren noch mal eine harte Piste. Immer wieder mussten wir das Flussbett queren und uns an Felsen vorbei quetschen. Dann kamen uns an einer engen Stelle auch noch 3 Landcruiser entgegen und auf den letzten Metern ein kleiner Lastwagen. Irgendwie hat aber alles gepasst.
Dades-Tal
Am Anfang der Dades-Schlucht machen wir eine kleine „Wanderung“ ins Tal
Durch schmale FelsspaltenDurch die kleine Lücke links. Drunter durch.Steile Hänge hinauf.Traumhafte Blicke mit blauem HimmelJa, diesen kleinen Pfad geht es entlang.Nach 3 Stunden sind wir zurück am Womo. Eine phantastische Tour dank Achmed, der sich uns als Führer angeboten hat und seine Sache ganz großartig gemacht hat.
Morgen wollten wir eigentlich weiter in die Schlucht fahren, aber leider ist die Straße ab 9 Uhr gesperrt. Es findet zum 40sten Mal der Marathon des Sables statt. Ein Ultra-Marathon von 251 km in 6 Tagen. Er gilt als das härteste Rennen der Welt. Daher müssen wir etwas umplanen.
Mit vereinten Kräften gelingt der Einbau, die Heizung läuft.
Während Frank am nächsten Tag Restarbeiten erledigt, fahren wir nach Sidi Bibi in die Werkstatt. Er wurde uns vom Campingplatz empfohlen und wir haben einen Termin um 10 Uhr.
Auf dem Weg zur Garage. Die Autos sind oft so hoch beladen, daß sie in Kurven bedrohlich schwanken. Eine sehr kleine Garage. Wir haben auch den Eindruck, dass der Mechaniker noch nicht an sooo vielen Rangern geschraubt hat.
Unser Aufenthalt dauert etwas länger. Die Werkstadt hat weder Öl noch Ölfilter da. Auf den Filter verzichten wir. Für das Öl ist Arnold mit ihm in seinem Auto fast zwei Stunden unterwegs. Mindestens 10 Hinterhofgeschäfte mussten angefahren werden, bis das Motoröl mit der richtigen Spezifikation gefunden war. Schlussendlich hat alles geklappt und wir konnten uns mit Frank und Kathrin am Supermarkt treffen, um endlich weiter zu fahren.
Es ging über die Küstenstraße Richtung Essaouira. Einen schönen Übernachtungsplatz mit Meerblick zu finden, gestaltete sich mal wieder schwierig. Bei Tamri, oberhalb einiger Fischerhäuschen haben wir uns diesen recht exponierten Platz ausgesucht. Es hat sich aber niemand daran gestört.
An der Küstenstraße gibt es immer wieder Kaffeestände. In den Autos befinden sich richtig gute Espressomaschinen – hier sogar mit Aussicht und Sonnenschirm.
Imsouane
Ein Rundgang durch den Ort, der bei Surfern sehr beliebt ist. Viele Fischerboote, Restaurants und natürlich Surfer.
Der Trecker musste mal auseinander genommen und entrostet werden. Sie schleppen die Fischerboote ins Meer und fahren dabei weit ins Salzwasser.Einer arbeitet und viele andere haben Spaß.Weiter geht es an der Küste entlang.Esel, Katzen, Hunde und Dromedare begegnen uns immer wieder,Tafedna – ein Fischerort am Wegesrand.
Plage d’Iftane
Ein schöner, recht sauberer Strand mit vielen Fischerhütten und einigen Restaurants. Hier machen wir einen schönen Strandspaziergange und Kathrin und Eva waren sogar im Wasser. Wegen der Strömung konnten sie aber nur ein wenig in den Wellen hüpfen. Hier werden wir auch die Nacht verbringen.
Wir schauen zu, wie die Fischerboote aus dem Wasser gezogen werden.
Am Rand des „Ortes“ finden wir auf dem Sand einen Übernachtungsplatz. Ein amerikanisches Paar gesellt sich noch dazu.
In diesem Restaurant haben wir lecker gegrillte Dorade und handgeschnitzte Pommes gegessen. Während des Abendessens geht die Sonne mit viel Farbe unter. Aus dem Süden ist aber schon Wetterleuchten zu sehen.
Diese Zelte stehen hier nur vorübergehend. Am nächsten Tag soll hier eine Marathon enden.
Kaum sind wir um 21h in unseren Wohnmobilen, fängt es heftigst an zu regnen. Blitze erhellen die Nacht und Hagel trommelt auf die Autos. Immer mehr Wasser fließt auf den Strand.
Bald ist klar, wir müssen hier weg. In der Dunkelheit tasten wir uns hoch zu einer festeren und wie wir hoffen, geschützteren Stelle. Erst um 22.30 h ist das Gewitter abgezogen und der Regen läßt nach. Wir können schlafen gehen.
Am Morgen sehen wir dann, dass unserer erster Stellplatz in einer Flussmündung lag und in der Nacht viel Sand weggespült wurde. Gut, das wir da nicht stehen geblieben sind.
Eins der Zelte hat es zerlegt, ein anderes wurde ins Meer gespült.
Essaouira
In die Stadt reinfahren dürfen Wohnmobile nicht. Wir parken am südlichen Ende des langen Strandes und laufen an der Promenade entlang zur Altstadt. Die Sonne scheint zwar, es sind 20 Grad, aber es weht ein heftiger, kalter Wind. Aber genau wegen des Windes ist die Stadt bei Surfern beliebt.
Dromedarreiten für die Touristen am Strand. Eins der Tore in die AltstadtMittagspause in diesem Restaurant. Ein frisch gepresster O-Saft und Shashuka. Das ist so was wie ein Omelette auf Tomatensauce und Paprika. Der alte Getreidemarkt. Heute sind rundherum CafésAuf dem Fischmarkt kann man sich den frischen Fisch aussuchen und in einem der Restaurants des Fischmarktes zubereiten lassen.Zum Abschluss unseres Stadtbummels essen wir noch ein Schoko Crêpe und trinken einen Cappuccino.
Dann suchen wir uns 20 km außerhalb von Essaouira einen Campingplatz.
Morgen geht es dann weiter, vermutlich Richtung Marrakesh.
Spaziergang durch die Palmgärten von Zagora. Geerntet werden Datteln, Früchte und Gemüse.
Das ist eher Viehfutter.Das Angebot an Obst, Gemüse, Eiern und Fleisch ist groß in der kleinen Markthalle von Zagora. Auch die Metzger haben hier ordentliche Kühltheken.Quad fahren ist hier sehr beliebt. Viele Franzosen bringen ihr eigenes auf einem Anhänger mit. Sie können aber hier auch samt Tour gemietet werden.
Ein Werkstatt-Besuch. Frank braucht einen neuen Simmerring. Das sollte in 2 Stunden erledigt sein. Aber einmal in der Werkstatt, finden die Mechaniker immer noch was, was verbessert werden kann. Letztendlich bleiben wir noch eine Nacht in der Stadt und Frank ist bis abends um 22h mit Reperaturen beschäftigt.
Wir lassen nur den Luftfilter ausblasen und die Kühlflüssigkeit auffüllen. Sie hätten uns gerne noch eine zusätzliche Blattfeder eingebaut. Die wäre extra für uns angefertigt worden. Einbau des Simmerrings.Dann noch eine Höherlegung.Aber dann geht es wieder hinaus in die Wüste über eine nördlich von Zagora gelegene Runde. Ziel sind Felsgravuren.Für diese Tour haben sich noch Silke und Martin angeschlossen. Die Beiden waren auch mit uns auf der Fähre.
Ein Spaziergang durch Nekob. Eine Stadt mit angeblich 36 Kasbahs (Burgen). Wir machen einen Spaziergang durch die Gassen.
Dem Duft aus der Bäckerei können Frank und Silke nicht wiederstehen.Nachtlager in einer Senke.Das Lagerfeuer qualmt zwar, ist aber trotzdem gemütlich, drumherum zu sitzen.
Nach einer ruhigen Nacht besuchen wir am nächsten Tag die bis zu 8000 Jahre alten Felsgravuren.
Und immer wieder blüht etwas in der kargen Landschaft.Wir fragen uns, wie auf diesem sandigen Boden überhaupt etwas gedeihen kann.Immer mal wieder stehen Dromedare am Wegesrand.
Über eine Piste fahren wir eine Stunde zu einer weiteren Stelle, an der es Gravuren geben soll. Wir finden sie tatsächlich, obwohl kein Schild darauf hinweist und es nur ein kleiner Steinhügel seitlich der Straße ist.
Dann geht es über Asphalt zurück nach Zagora. Eine weitere Nacht verbringen wir auf dem netten Campingplatz.
Mit Martin, Silke und Frank verbringen wir einen netten Grillabend.
Unsere Lichterkette kommt oft zum Einsatz und findet viele neue Freunde.
Aufbruch nach Foum Zguid.
Auch wenn die Straßen asphaltiert sind, gibt es immer wieder Stellen, an denen der Asphalt fehlt oder das die ganze Straße von Wassermassen weggerissen wurde.
Die Wucht des Wassers verknickt die Leitplanken und spühlt sie weg.
Der Campingplatz in Foum Zguid ist wieder recht nett und im Restaurant wird abends extra für uns ein Essen zubereitet. Sehr leckere Pommes, Hähnchenspieße, gebratenes Gemüse, frisch aus dem Palmgarten geerntet.
Vom Campingplatz aus wollen wir eine weitere Piste der Pistenkuh fahren. An den Felsen soll es auch einen schönen Übernachtungsplatz geben. Allerdings hat uns der Campingplatz Besitzer gewarnt, es hätte zu viel geregnet und es soll noch weiter regnen. Wir fahren trotzdem.
Unterwegs sammeln wir schon mal Feuerholz.Hier stehen wir etwas ratlos vor einer schlammigen Passage. Er mal zu Fuß schauen, wo es eventuell weiter gehen könnte.Dieses Stück Piste ist zu schlammig und zu rutschig für uns. Die Löcher sind zu tief. Hier geht es für uns nicht weiter. Wir suchen uns einen neuen Weg und ziehen unsere eigenen Spuren durch den Wüstensand. Irgendwann stoßen wir auf eine Piste, die zurück nach Foum Zguid führt. Aufgrund der angekündigten Regenfälle entscheiden wir, doch zurück zum Campingplatz zu fahren. Dort verbringen wir den Abend mit Klaus und Petra. Die Beiden wohnen in der Nähe von Frank und haben gemeinsame Bekannte.
Unser nächstes Etappenziel ist Tata. Auf dem Weg dorthin sehen wir mit eigenen Augen, wie ein Fluss eine Straße überspült. In der Nacht davor gegen 23h, erzählt uns ein Mann, hätte es angefangen zu regnen, um 8 h morgens hat es dann die Straße überflutet.
Die Menschen auf beiden Seiten des Flusses warten darauf, daß das Wasser abfließt und sie die wichtige Verbindung wieder nutzen können. Der Fluß reißt viel Sand, Schlamm und Geröll mit. Ein Mann erzählt uns, dass das Wasser letztes Jahr bis zum oberen Rand der Felsen gestanden hat.In einer verlassenen Kasbah.
Tata
Nun ist endlich Zuckerfest (es wird 3 Tage das Ende des Ramadan gefeiert). Auf dem Nachtmarkt kaufen wir noch ein, denn ab dem nächsten Tag sind die Geschäfte geschlossen.
Und wieder können zwei aus unserer Reisegruppe den Verlockungen der Plätzchen nicht widerstehen.100 Dirham, ca. 10 € für die große Platte.
Auf dem Weg zu den Painted Rocks durchfahren wir sehr unterschiedliche Felsformationen und Berge.
Besonders schön ist ein Palmen bestandenes Tal. Kilometerlang fahren wir erst daran entlang und dann mittendurch. Die Palmen stehen an der Straße teils so eng, daß wir gerade noch durch passen.
Painted Rocks bei Tafraoute. Die Felsen wurden 1984 von Jean Vérame, einem Künstler aus Belgien gestaltet. Er hat mit 18 Tonnen Farbe, 30 marokkanischen Feuerwehrmännern, ein paar Löschfahrzeugen und Schläuchen die Felsen der großartigen Granitlandschaft gestaltet. Über eine Fläche von 2 Quadratkilometern sind einige Felsen nun blau, rosa oder gelb.
Ich habe mich extra passend dazu angezogen Wir übernachten in Sichtweite der bunten Felsen. Leider ist kein Lagerfeuerwetter. Es regnet am Abend.
Weiter geht es durch die Berglandschaft des Anti-Atlas.
Wir kommen an der Kasbah Tizourgane vorbei. Imposant liegt sie auf einem Hügel. Die Dorfbewohner sind inzwischen in umliegende Häuser gezogen, besitzen aber noch einen Schlüssel zu ihrem Haus. In der Kasbah gibt es jetzt ein Hotel und ein Restaurant. Wir können uns umschauen und einen Tee trinken. Ein junger Mann kann uns einiges auf Deutsch erklären. Er macht ein Praktikum im Hotel. Deutsch hat er in Agadir gelernt. Gerne würde er nach Deutschland gehen und eine Ausbildung machen, wie einige andere mit denen wir unterwegs gesprochen haben.
Die Häuser der ehemaliegen Kasbah-Bewohner. Heute sind nur noch die Alten hier. Von der Landwirtschaft kann keiner mehr leben. Es ist zu trocken. Die Jungen gehen in die großen Städte um Geld zu verdienen, mit dem sie dann die Eltern und Großeltern unterstützen. Ziegen die auf Bäume klettern.
Seit dem 21.03.26 sind wir in Tifnit. Ein kleiner Ort südlich von Agadir. Hier gibt es mal wieder einen großen Supermarkt und Frank holt seine Frau vom Flughafen ab. Auf einem netten Campingplatz, der allerdings in einer nicht sehr schönen Gegend liegt, kann Frank auch endlich seine Heizung reparieren. Die hat seine Frau aus Deutschland mitgebracht. Wir nutzen die Zeit, um mal zu waschen. Außerdem müssen wir noch einen Motorölwechsel machen lassen. Hoffentlich klappt das morgen problemlos – ein Termin in einer Garage ist gemacht.
Dann können wir unsere Reise fortsetzen. Nun zu viert mit Kathrin.
Eigentlich wollten wir noch den Tag hinter unserer Düne verbringen. Aber der Wind nahm wieder zu und mit dem vielen Sand wurde es sehr ungemütlich. Wir sind dann nach Merzouga in die Stadt „geflüchtet“, um einen geschützten Platz zu finden.
Früher haben die Kamelkarawanen in den Mauern einen geschützten Platz gefunden. Heute sind es die Wohnmobilfahrer.
Etliche Franzosen bringen ihre Quads mit und verbringen ihren Urlaub in den Dünen.
Die Türen des Campingplatz Restaurants haben extra für uns am Abend die Türen geöffnet.Es gab erst eine schmackhafte Gemüsesuppe mit sehr süßem Gebäck.Dann eine Tajin, für Eva mit dicken Stücken zartem Rindfleisches, für die anderen zwei mit Huhn.Zum Nachtisch gabs Obst.
Merzouga, ein Hotspot bei Touristen, am Abend.
Noch sind die Touristenmassen nicht unterwegs und es ist recht ruhig.
Das Stadttor von Merzouga
Am Tag sieht alles viel bunter aus. Aber viel los ist noch nicht. Angeblich wird sich das ab Ostern ändern.
Nachdem wir uns mit Lebensmittel eingedeckt haben, machen wir uns auf die Ostumfahrung des Erg Chebbi.
Viel Sand erwartet uns.Wir steigen auf einen Berg und haben einen guten Überblick über die Dünen und die vielen Touristencamps, die es rundherum gibt.Überall blüht es. Selbst aus dem Weltraum ist zur Zeit zu sehen, wie grün Marokko gerade ist. Kurz sitzen wir fest. Müssen aber nicht schaufeln. Mit zurücksetzen wühlt sich der Ranger selber wieder raus.In unsere Kaffeepause trotten ein paar Dromedare vorbei.
Nach der Ostumfahrung kehren wir noch mal zum Gara Medouar zurück, um dort zu übernachten.
Wir klettern auf den Rand des Felsenrings.Oben finden wir versteinerte Muscheln.
Rissani
Das Stadttor
Der Souk.
Ein KamelsattelDie Ecke der Metallhandwerkerein FriseurGebrauchsgegenstände aus Holzeine Schneidereider FischhändlerDie Auswahl an leckerem Obst und Gemüse ist auf den Märkten sehr groß.Ganze Puten sind hier zu kaufenGewürze und IndigoDie Esel sind Transport- und Reittiere.
Nachdem wir noch einmal in Merzouga übernachtet haben, starten wir zu einer drei tägigen Pistenfahrt nach Zagora (etwa 280 km). Wir sind gespannt, was uns erwartet und ganz froh, die Tour mit zwei Autos anzugehen.
Unterwegs gibt es immer wieder Hinweise auf Herbergen.
In den weiten Ebenen freuen wir uns einen Baum mit Schatten für die Mittagsrast zu finden.
Jetzt wird es staubig.
Zwischendrin liegt noch der kleine Ort Rimbla. Als wir drauf zu fahren, stehen einige Kinder am Straßenrand. Wir halten nicht, aber Frank, der einer Spur weiter links von uns gefolgt ist, weiß nicht so recht, ob sie mit Steinen nach ihm werfen wollen. Er bleibt stehen, während wir in den Ort fahren. Dort ist gerade viel los, weil eine Truppe KTM Motorräder mit Begleitfahrzeugen dort eine Rast macht. Wir suchen uns den Weg durchs Dorf und rechnen damit, am Ortsausgang Frank wieder zu treffen. Er ist aber nicht da. Wir warten, fahren noch mal zurück – kein Frank. Da wir ihn vor uns vermuten und es gerade keine Telefonverbindung gibt, beschließen wir, dem Track weiter zu folgen. Es wird extrem sandig und weich. Ausgerechnet jetzt sind wir ohne Begleitung. Wir wühlen uns an der Kante eines Flussbettes entlang, wohl wissend, dass wir da noch durch müssen. Die Durchfahrt stellt kein Problem da, aber die Auffahrt auf der anderen Seite ist extrem steil und tiefsandig. Prompt hängen wir erst mal fest. Aber auch hier kommen wir durch Zurücksetzen wieder frei und finden einen Weg auf festeren Grund. Oben bleiben wir erst mal stehen und halten durch die Dachluke Ausschau nach Frank. Nichts ist zu sehen, aber ein motorradfahrender Touareg hält bei uns. Wir fragen, ob er einen Landrover gesehen hat. Kopfschütteln. Er legt die Hand ans Ohr und hat vor uns schon Motorengeräusche gehört. Und dann sehen wir ihn auch, wie er sich durchs Flussbett wühlt. Wir sind alle sehr froh, uns wiedergefunden zu haben.
Am Rand des Flussbettes entlang.Wir sitzen fest.
Um 15 h haben wir genug vom Gerüttel und suchen uns einen Übernachtungsplatz auf einem Berg.
Wir genießen die Aussicht.
Und warten auf den Sonnenuntergang. Ein sehr gemütlicher Abend mit Lagerfeuer, angenehmen Temperaturen und einem phantastischen Sternenhimmel schließt sich an.
Weiter geht es am Tag zwei durch die Weite der Wüste.
Dort, wo es so grün aussieht, liegt ein See. Jetzt ist er zum Glück trocken gefallen und wir können ihn queren.
Einige Kilometer hinter dem See kommen wir an einer sehr hübsch aussehenden Auberge vorbei. Neugierig halten wir dort.
Noch sind keine Touristen hier. Wir schauen uns ein wenig um und fragen, ob wir einen Tee bekommen können. Selbstverständlich wird uns einer serviert, mit Plätzchen und Nüssen. Als wir zahlen wollen, wird abgewunken. Der sei gratis.
Die Fahrt verläuft über eine 25 km weite Ebene.
Aber auch auf dieser finden wir einen Baum für unsere Mittagspause.
Eine wichtige Pistenkreuzung, immerhin mit Hinweisschild
Am Pistenrand die Reste eines Dromedars
Da wir uns sehr nah an der Algerischen Grenze befinden, gibt es im Süden der Piste zwei Militärposten. Zwischen diesen darf nicht übernachtet werden. Wir suchen uns einen Platz für die Übernachtung ca. 3 Km vor dem ersten Posten. Es ist erst 15 h und wir kniffeln eine Runde, denn der Wind ist zum draußen sitzen mal wieder zu ungemütlich. Bei unserer zweiten Runde hält ein Militärjeep neben uns. Die Pässe werden kontrolliert und fotografiert. Außerdem telefoniert einer der Drei länger. Wir fragen ob alles ok ist. Jaja, alles ok. Wir gehen rein und spielen weiter, aber es dauert bestimmt noch 20 Minuten, bis der Jeep wieder fährt. Das hat uns sehr irritiert. Aber wahrscheinlich sprang der Wagen nicht an. Es hatte wohl nichts mit uns zu tun, sie winken und sind weg. An den Militärposten, die wir am nächsten Tag passieren, werden wir nicht mehr angehalten.
Sonnenaufgang nach einer sehr windigen Nacht.
Der Sandsturm nimmt zu, die Sicht wird schlechter und der Wind kommt von hinten. Wir werden ordentlich eingesandet.
Eine Heuschrecke sucht eine Mitfahrgelegenheit.
Nach dem ersten Militärposten wird die Piste extrem schlecht. Steinig, wellig, steil, schmal und wir müssen über einen Pass.
Leider ist von dem riesigen Talkessel nichts zu sehen.
Wir sind ganz froh, aus dem Sand zu kommen und die Asphaltstraße zu erreichen, auf der wir die letzten 45 km nach Zagora fahren.
Auf solchen Pisten kommt man nur seeehr langsam voran. Wir sind die 3 Tage jeweils ca 90 km weit gekommen. Wenn man nicht so beladen ist und sein Auto nicht schont, kann man das in einem Tag schaffen, wie uns die Marokkaner versichern.
Zagora
Kreisverkehr vor der Stadt.
Campingplatz Oasis Palmiera
Sehr schön im Palmenhain gelegen, geschützt und mit warmen Duschen. Hier kehren wir auch erst mal den ganzen Sand aus dem Wagen.Die Touristeninfo von Zagora. Zwei nette junge Frauen arbeiten dort. Auf unsere Frage, was es in Zagora zu sehen gibt, blicken sie sich nur ratlos an. Ein Ort weiter gäbe es eine Bibliothek, die Wüste drumherum und Merzouga (wo wir gerade her kommen) wäre viel schöner…Zagora war mal ein wichtiger Knotenpunkt der Karawanen. Von hier sind es mit dem Dromedar 52 Tage bis Timbukto.Kunst am Baum „Baum der Hoffnung“Die große Moschee von Zagora.Ein Hotel.Eine Auberge
In Zagora treffen sich viele Pistenfahrer. Manche lassen hier ihre Autos reparieren. Angeblich sind die Werkstätten hier besonders gut. Den Abend lassen wir gemütlich ausklingen mit Andreas und Annette, die wir in Chefchaouen kennengelernt haben.
Hier ruhen wir erstmal 2 Tage aus, schreiben den Blog und planen die nächsten Etappen.
Unterwegs durch das Atlas Gebirge Richtung Süden. Da soll das Wetter besser und wärmer sein.
Es ist windig und die Luft voll Staub. Je weiter wir nach Süden fahren, desto kahler wird die Landschaft.
Durch das Ziz-Tal zieht sich ein schöner Palmenhain.
Eine Oase mit vielen PalmenCamping Karla an der Straße nach Arfoud. Wir sind die einzigen Gäste.Das Restaurant – geschlossen wegen des RamadanDuschen und WC. Ob es heißes Wasser gibt, ist auch immer ein bisschen Glückssache. Wir wollen 70 km Piste fahren. Vorher ist Luftablassen angesagt. Sandsturm und Regen kommen von Osten.
Die Wüste blüht nach den vielen Regenfällen.
Die kleinen Wüstenkürbisse werden irgendwann vom Wind losgerissen, platzen auf und können so ihre Samen in der Gegend verteilen.Wie kommen die Schnecken in die Wüste?Ein Brunnen mit Wasser in ca. 3 m Tiefe.Jeder fährt, wo er will oder kann.Durchquerung des ersten sandigen Queds.Ein weiter Blick von einer Abbruchkante.Kein Nomade zu Hause. Aber es gibt Solarstrom und Fernsehantenne.
Wir fahren zu den Werken des deutschen Künstlers Hansjörg Voth. Er hat drei Kunstwerke in traditioneller Bauweise von ortsansässigen Handwerkern in die Wüste bauen lassen.
Die Himmelstreppe (1980 – 1987).Die goldene Spirale (1993 – 1997).Die Stadt des Orion (1998 – 2003).
Es ist schon skurril und ein bisschen mystisch, die Kunstwerke mitten im Nichts zu sehen.
Wir vor der Stadt des Orion.
Unterwegs treffen wir auf viele Anpflanzungen. Geschützt durch Zäune werden Palmen, Mandelbäumchen und Olivenbäume angepflanzt. Sinn und Zweck ist uns nicht so ganz klar. Dienen sie der Wüstenbegrünung, sind es Baumschulen oder nutzen sie dem CO2 Handel?
Anpflanzung
Das nächste Flussbett wartet auf uns. Dieses müssen wir zwei mal queren.
Wir kommen gut durch den Kies. Auf der anderen Seite stehen wir aber vor einem Zaun, der die nächste Anpflanzung schützt. Wir folgen erst mal dem Flussbett in unsere Fahrtrichtung, dann aber geht es nicht weiter. Der Kies wird zu tief und auf der anderen Seite gibt es keine Piste. Also wieder zurück.
Als wir die erste Furt erreichen, läuft Arnold das Flussbett ab, auf der Suche nach einer Umfahrmöglichkeit. Da taucht ein Geländewagen auf und bietet sofort seine Hilfe an. Wegen der Anpflanzung ist die Piste ein bisschen verlegt worden. Der freundliche Fahrer fährt vor uns her, bis wir das nächste Dorf erreicht haben. Als er im Rückspiegel sieht, dass bei uns alles ok ist, verabschiedet er sich durch das Einschalten seiner Warnblinkanlage.
Die Oase Tarda
Alte Lehmöfen, in denen Ziegel gebrannt wurden.Trotz der vielen Palmen machen die Menschen hier ein sehr armen Eindruck.
Wir kommen 20 km vor Goulmima wieder auf Asphalt. Die Luft muss wieder in die Reifen.
Unser neuer Kompressor funktioniert prima.
Unterwegs nach Goulmima zum Campingplatz regnet es heftig. Der Platz steht ziemlich unter Wasser. Stadt und Platz erscheinen sehr trostlos.
Wir werden sehr freundlich empfangen und bekommen trotz Ramadan Tee und Kekse zur Begrüßung serviert.
Wir wollen Brot kaufen und laufen noch mal in die Stadt.
Mit Sonne sieht alles viel freundlicher aus.
Am Weg liegen einige Foggaras, die nicht mehr in Betrieb sind und jetzt besichtigt werden können. Foggaras sind unterirdische Wasserkanäle mit ganz wenig Gefälle. Die Foggara, die wir besucht haben, hatte eine Länge von über 60 km. Es werden alle paar Meter senkrechte Löcher gegraben, durch die dann die Menschen einsteigen konnten und durch unterirdische Verbindung der Löcher den Kanal gegraben haben. Die Schwierigkeit war, das gleichmäßige flache Gefälle hin zu bekommen.
Bild aus Wikipedia
Einen Schacht können wir auch besuchen.
Ein Blick von oben. Mit Seilen wurde die Erde aus dem Schacht nach oben geholt.Eine steile Treppe führt hinunter.Erst Glühbirnen, dann Kerzen erhellen den Schacht, durch den mal das Wasser floss.Unser Guide sitzt unter einem Schacht.Wir dürfen alle mal Platz nehmen.
Weiter geht es Richtung Merzouga. Bevor wir auf eine kleine Straße abbiegen, besuchen wir den Markt in Jorf. Es gibt eine große Auswahl an Obst, Gemüse, Eiern, Kräutern und Oliven. Für 6 dicke Orangen zahlen wir 0,50 €. Diesel kostet zur Zeit etwa 1,- €
Beim Einladen unserer Einkäufe sind wir schnell von Kindern umringt.
Wieder geht es auf die Piste. Diesmal wird die Landschaft sehr „afrikanisch“. Weite Ebenen mit vereinzelt stehenden Bäumen. Es fehlt nur der Löwe.
Der Berg Gara Medouar oder Prison Portugaise ist unsere angepeilte Zwischenstation. Das ist ein fast kreisrunder Krater, der mal als Festung gedient hat.
Eine dicke und 12 m hohe Mauer verschloss einmal den Eingang in den Kraterring. Vom oberen Rand gibt es einen weiten Blick.Frank ist bis ganz nach oben gefahren.
Wir fahren weiter Richtung Sandwüste / Sahara.
Fossilien werden überall angeboten.Die Zäune aus Palmwedeln sollen den Sand aufhalten.
Rund um den Erg Chebbi gibt es eine Unzahl an Herbergen, Hotels, Biwak-Camps und Anbieter von Touren mit Geländewagen, Quads, Motorräder oder dem Dromedar. Die Gegend ist ein echter Touristen-Hotspot.
Hier entsteht gerade ein neues Hotel.
Uns ist es rund um Merzouga zu rummelig. Wir fahren noch etwas weiter nach Süden zum Erg Znaigui.
Die Luft wird wieder aus den Reifen gelassen und dann geht es auf die Sandpiste.
Auto und Fahrer machen das richtig gut.
Hier gibt es auch vereinzelte Biwak-Camps. Aber wir finden einen Platz an einer Düne für uns alleine und beschließen über Nacht zu bleiben.
Der abgestorbene Baum liefert uns das Holz für unser abendliches Lagerfeuer.Unsere FeuerstelleAus dem, was jeder hat, wird ein Abendessen gezaubert. Heute gibt es Rohkostsalat aus Rote Beete, Zuccini, Lauchzwiebeln, Orange, Birne, Thunfisch, etwas Käse und Oliven, Pinienkernen und Öldressing. Dazu noch etwas Brot und Grissini.
An der Düne haben wir einen entspannten Nachmittag verbracht. Niemand kam und wollte uns was verkaufen oder uns was zeigen. Am Abend gab es einen tollen Sternenhimmel und gegen 21 h ging der dicke Vollmond hinter den Bergen auf. Erst gegen 21.30 h wurde es auch am Lagerfeuer zu kalt.
Der nächste Morgen beginnt mit Sonne und immerhin 9,5 Grad. Wir beschließen, einfach noch einen Tag hier stehen zu bleiben und die Ruhe zu genießen. Es ist eh gerade Freitag und daher alles geschlossen.
Eine Woche sind wir nun in Marokko unterwegs. Von den modernen Städten im Norden, wie Tetouan über die blaue Stadt Chefchaouen und die Königsstadt Fés, sind wir durch sehr grüne und fruchtbare Landschaften gefahren. Im Rif-Gebirge und im mittleren Atlas war es sehr kalt. Tagsüber 12, nachts an die null Grad. So haben wir zugesehen, schnell in den Süden und damit in die Wüste zu kommen.
Kaskaden von Akchour
Ein Abstecher zu den Kaskaden von AkchourEin Grill auf marokkanisch: Ein paar Steine und Moniereisen.Ein schöner Weg am Wasser entlang mit blühenden Mandelbäumchen.Touristen und Ausflügler waren nur wenige unterwegs.Aufgrund des Ramadans sind tagsüber alle Restaurants und Cafés geschlossen.
Nachdem wir die Kaskaden verlassen haben, ging es auf direktem Wege nach Chefchaouen.
Chefchaouen
Der Campingplatz liegt direkt oberhalb der Altstadt von Chefchaouen. Über eine Treppe ist die Medina in 10 Minuten zu erreichen. Als wir angekommen sind, war der Platz schon gut gefüllt.
Auch Wohnwagen schaffen es über die gut asphaltierten Strassen durch Marokko. Bisher haben wir aber nur 2 Wohnwagen gesehen.Wir haben noch ein nettes Eckchen gefunden und bleiben zwei Nächte. Neben uns steht Frank mit seinem Defender, den wir schon auf der Fähre kennengelernt haben. Wir werden die nächsten Tage zusammen mit ihm reisen.Wahrlich eine blaue Stadt. Blick von der Moschee. Auf der anderen Seite, hinter der Wiese im Wäldchen, befindet sich der Campingplatz.
Auf ins Getümmel der kleinen Gassen.
Ein Stadttor, dahinter ist es fahrzeugfrei.Farbpigmente werden zum Kauf angeboten. Im großen Sack rechts ist das herrliche Blau.Die örtliche Musikschule.Die Hüte gehören zur Alltagskleidung der Frauen dieser Region.In den Haupt-Touristen-Gassen ist alles sehr hübsch blau, in den Seitengassen sieht es weniger ordentlich aus. Müll liegt aber nirgendwo rum.Kaffeepause auf einer hübschen Dachterrasse. Ein Cappuccino, ein Keks und ein kleines Wasser 2 €.Am alten Fort gibt es einen hübschen Platz, um den sich einige Restaurants reihen. Die sind für die Touristen trotz Ramadan geöffnet.Das Alltags-Kochgeschirr.In der Buchhandlung gibt es auch Briefmarken zu kaufen. Für uns Adios – wir haben uns satt gesehen am Blau und steigen die Stufen hoch zurück zum Campingplatz.
Kaum hatten wir Chefchaouen verlassen, wurden wir geblitzt. Angeblich sind wir statt 60 KM/H 70 gefahren. Es kam uns nicht so vor, aber die Radarpistole zeigte es an. So haben wir für 150 Dh (ca. 15 €) ein erstes Souvenir bekommen. Mit den Worten überreichte uns der freundliche Polizist die Quittung.
Unser Weg führte durch eine sehr grüne, fruchtbare Landschaft, über Hügel und Berge.
Unsere Route über die R408 und P5703 verlief über sehr schlechte Sträßchen am größten Stausee des Landes entlang. Das hat viel Zeit gekostet, wurde aber auch mit schönen Ausblicken belohnt.
Fés
Angepeilt haben wir den Campingplatz Diamant Vert etwas außerhalb von Fés. Da es bereits 17h war, mussten wir uns durch dichten Verkehr quälen. Eine Stunde vor Sonnenuntergang wollen alle nach Hause, zum Fastenbrechen. Fés ist eine riesige Stadt mit 1,1 Mio. Einwohnern. Der Campingplatz liegt 10 km südlich des Stadtzentrums.
Am nächsten Morgen haben wir zusammen mit Frank für 15 € ein Taxi genommen. Es hat uns am Platz und Eingangstor R´ Cif abgesetzt. Waren wir durch Chefchaouen völlig unbehelligt gelaufen, dauerte es in der Medina von Fés nicht lange und ein „Führer“ hatte uns an der Angel.
Viele der Gassen sind überdacht.Ein hauchdünner Teig wird über einer heißen Metallkugel gebacken.Immerhin hat uns der Führer sehr schnell zu den Gerbern gebracht.Die Gerbereien und Färbebecken, das gesamte Handwerk gehört zum Weltkulturerbe. Angeblich wird nur mit Pflanzenfarben gefärbt. Sie bearbeiten hier Leder von Kuh, Kamel, Ziege und Schaf.Nachdem uns ein freundlicher Mensch alles auf Deutsch erklärt hat, hat er auch noch ein Foto von uns gemacht. Rechts unsere Bekanntschaft von der Fähre – Frank.Natürlich wurden uns auch die fertigen Produkte wärmstens ans Herz gelegt. Hier sind es Schuhe.
Es gelingt uns, unseren „Führer“ wieder los zu werden, um alleine durch die Gassen schlendern zu können.
Eine Gebetskette XXLÜberall in der Medina gibt es öffentliche Brunnen.Für die Touristen haben zum Glück einige Restaurants geöffnet und so können wir uns zum Mittagessen mit einem Couscousgericht stärken. Außerdem gab es einen leckeren Kaffee. Eine Koranschule. Mittig das Reinigungsbecken.Berge von Süssigkeiten liegen fürs Fastenbrechen am Abend bereit.
Das Haupttor in die Altstadt. Von innen blau von außen grün. Blau steht für die Stadt Fés und grün für den Islam.
Hier werden Trommelstöcke angeboten.In der Medina ist alles zu kriegen – auch der Zahnersatz.
Der Platz der Kesselmacher ist unsere letzte Station. Wir sind gut gefüllt mit Eindrücken. Um aus den Gassen heraus zu finden, brauchen wir dann doch wieder jemanden, der uns gegen ein paar Dirham den Ausgang zeigt.
Sackgasse
Zurück am Platz muss noch repariert werden. Das Hubdach von Franks Auto lässt sich nicht mehr heben. Der Fehler ist gefunden – es ist ein Loch im Luftdruckschlauch – das gelbe Dichtungs-Band eines Schweizers verklebt das Loch. Voilá – Frank kann wieder oben schlafen.
Von Fés fahren wir durch eine kahler werdende Landschaft nach Azrou. Abwechslung im Landschaftsbild bietet der Zedernwald, in dem noch Berberaffen leben. Wir besuchen sie nur kurz, es ist sehr kalt auf 1500 m Höhe.
Sie sind sofort zur Stelle, denn sie wissen, das sie gefüttert werden.Ganz vorsichtig nehmen sie mit ihren Fingerchen die Nuss aus Evas Hand.Die größte Zeder, 40 m hoch, ist leider abgestorben.riesige Tannenzapfen werden als Souvenir angeboten.
Wir queren den Mittleren Atlas über einen 2200 m hohen Pass. Es gibt noch Schneereste und es ist 5 Grad kalt.
Die Landschaft wird wüstiger. Leider ist auch immer mehr Staub/Sand in der Luft.Ein Hotel an der Straße macht auf sich aufmerksam.
Kurz hinter diesem Hotel, einige Kilometer vor Azrou, übernachten wir auf einem Stellplatz neben einem anderen Hotel.
Morgen wollen wir uns mal auf eine Piste wagen. Hoffentlich hält das Wetter,…
Nachdem wir nun seit Mitte Oktober (fast) nur zu Hause waren, zieht es uns wieder auf Entdeckungstour. Diesmal ist Marokko unser Ziel. Da wir möglichst schnell in die Wärme wollen, wählen wir den Weg über die Schweiz nach Genua und von dort mit der Fähre nach Tanger. Das ist eine „Kreuzfahrt“ von 58 Stunden mit Zwischenstopp in Barcelona.
Am Rosenmontag sind wir gestartet, …
voller Vorfreude und ErwartungenSonne auf der A3 – ein gutes Omen
… aber erstmal nur bis Landau in der Pfalz.
Am Schwimmbad haben wir einen Stellplatz gefunden und konnten zu Fuß in die Innenstadt laufen. Entgegen unserer Vorstellung war von Rosenmontag nichts zu spüren. Keine Karnevals-Deko, keine Narren kein Täteretä. Aber kalt und ungemütlich ist es auch hier. 4 Grad und viel Regen.
Schweiz
In der Schweiz dann fällt der Schnee in dicken Flocken und sogar im Tal bei Freienstein bleibt er liegen. Sehr ungewöhnlich für die Region.
Und was bietet sich an, bei einem solchen Schmuddelwetter zu tun? Ein Museumsbesuch im Kunsthaus Zürich. Eine Sonderausstellung mit Werken von Giacometti ist u.a. zu bestaunen.
Der Künstler hatte durchaus Humor. Folgendes Schild hing neben einer Gipsskulptur (die wir aber aufgrund ihrer „Schlichtheit“ nicht fotografiert haben)
Besonders gut gefallen hat uns die begehbare Lichtinstallation der Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist „Pixelwald“.
Die Unschärfe kennzeichnet den Weg durch die Lichter, die ständig die Farbe wechselten.
Ein weiterer Raum mit verspiegeltem Boden, verspiegelter Decke und umlaufenden Videobildern , gestaltet von Refik Anadol, nennt sich „Glacier Dreams“ und beschäftigt sich mit dem Klimawandel und der Fragilität der Gletscher. Dafür verwendet sie über 100 Millionen Bilder und gestalten mit Hilfe von KI und riesigen Datenbanken poetische Erlebnisse mit ergreifenden Bildern (so der Begleittext)
Im Eingangsbereich des Kunsthauses gibt es wechselnde Ausstellungen „Kunst für alle“ , diesmal von Jeffrey Gibson
Ein Blick in den Garten zeigt hinter dem Mobile von Calder einen Kopf mit Rutsche.
Schön war der Besuch bei unseren Freunden wieder.
Aber wir wollen ja weiter in den Süden.
Italien
Der Lago Maggiore ist unsere nächste Zwischenetappe auf dem Weg nach Genua. Schon mit mehr Sonne, aber mit 5 Grad immer noch sehr frisch.
Der nächste Tag beginnt mit strahlendem Sonnenschein und die Temperaturen werden auf 14 Grad klettern. Kein Regen mehr!
Noch eine Übernachtung in Maranzana mit Blick auf die Weinberge.
Dann erreichen wir Genua. Pünktlich um 10.30 h haben wir in der Schlange vor der Fähre gestanden. Es hat dann noch bis 14.30 h gedauert, bis wir an Bord waren und erst um 16.45 h haben wir abgelegt.
Die Anzahl der Autos, die auf Einschiffung warteten, war übersichtlich und wir kamen schon mit dem Ein oder anderen Marokko-Reisenden ins Gespräch. Ausfahrt aus dem Hafen Genua, an der Altstadt vorbei.
Die Fähre machte einen Zwischenstopp in Barcelona. Vor der Einfahrt in den Hafen kam ein Lotse an Bord.
Mit einer Seilbahn können Besucher in den neu gestalteten Hafenbereich fahren. Am Sonntag waren viele Ausflügler unterwegs – bei T-Shirt Wetter.
Aus der Ferne konnten wir einen Blick auf die Sagrada Familia werfen. Seit 150 Jahren wird daran gebaut. In 10 Jahren soll sie fertig sein. Mit dem Aufsetzen des Spitzenkreuzes am 20. Februar diesen Jahres (auf dem Bild noch eingepackt zu sehen) ist sie 172 Meter hoch und überragt damit alle anderen Kirchtürme dieser Welt.
Marokko
In der Nacht vom 23.2. auf den 24.2.26 erreichen wir nach einer langen Bootsfahrt endlich den Hafen von Tangar. Um 1.30h klingelte der Wecker, aber bis die Fähre angelegt hat, alle Formalitäten erledigt sind und alle Autos von Bord waren, war es 4.15h. Wie einige andere Mitreisende auch, haben wir uns auf den Parkplatz direkt hinter die Hafenausfahrt gestellt und noch mal ein paar Stündchen geschlafen.
Ausgeruht haben wir noch Geld aus dem Automaten gezogen und uns dann auf den Weg gemacht. Blick auf die riesige Hafenanlage von Tangar-Med.
Über einige kleinere Pässe sind wir nach Tétouan gefahren. Unterwegs konnten wir eine Sim-Karte kaufen. Die Mitarbeiter im örtlichen Telefonladen war sehr hilfsbereit und sachkundig. Sie haben die Karte eingerichtet, mit ordentlich Datenvolumen ausgestattet und freigeschaltet. So können wir wieder recherchieren, navigieren und kommunizieren. In einem gut sortierten Carrefour waren wir noch einkaufen und hatten eine nette Begegnung an der Fleischtheke. Ein Marokkaner hörte uns Deutsch sprechen und drehte sich nach uns um. Aus Deutschland, fragte er. Er würde in Düsseldorf arbeiten – und manchmal auch in Spanien und Homeoffice könnte er auch machen. Das wäre prima, denn seine Frau habe ein Geschäft in der Stadt und wäre Modedesignerin. Er gab uns noch den Tipp, jetzt im Ramadan, eine Stunde vor Sonnenuntergang nicht mehr unterwegs zu sein. Dann hätten es alle eilig zum Fastenbrechen nach Hause zu kommen. Nachdem er uns eine schöne Zeit in Marokko gewünscht hat, sind wir ein Stückchen des Weges zurück gefahren und haben am Cabo Negro einen einfachen Stellplatz für unsere erste Nacht gefunden. Wie immer müssen wir uns erst mal sortieren, bevor wir morgen mit der Entdeckung Marokkos beginnen. Und da wir auch schon über eine Woche unterwegs sind, haben wir die Zeit genutzt, unseren ersten Blogbeitrag zu schreiben.
Sarlat – einen Tag mussten wir bei Regen im Auto ausharren.
Gefühlt kommt der Herbst mit seinem ungemütlichen Wetter einen Monat zu früh. Am Nachmittag konnten wir noch mal einen Spaziergang in den Ort machen. Der Regenschirm kam vorsichtshalber mit.Wir entdecken noch mal neue EckenDie „Totenlaterne“ – ein ungewöhnliches und einzigartiges Bauwerk in Frankreich aus dem 12. Jh.Statt einer Uhr gibt es an diesem Gebäude nur ein Bild von einer Uhr. Die rose Schleife soll auf die Brustkrebsvorsorge aufmerksam machen. Einen ganzen Monat wird mit rose Schleifen, Ballons und Regenschirmen für die Vorsorge geworben.
Gouffre de Padirac
Ein großes Loch in der Erde. Schon im 13. Jh. entdeckt, ab 1865 erforscht und seit 1899 mit Beleuchtung zu besichtigen. Das Höhlensystem ist durch einen unterirdischen Fluss entstanden, der sich über 100 m tief in die verkarsteten Kalksteine gegraben hat. Eine hohe domartige Aushöhlung brach ein und ein kreisrundes Loch entstand. 40 km Höhlengänge sind inzwischen entdeckt.
Das Loch hat einen Durchmesser von 33 m und ist 75 m tief. Viele Treppenstufen führen hinab und auch wieder hinauf.500 m ging es in einem Boot über den Fluss.Die Dimensionen der Höhle sind auf einem Foto nicht einzufangen. Die Gänge sind schmal und bis zu 15 m hoch, in der großen Halle wölbt sich die Decke 95 m hoch.Der Fluss selbst hat sich durch Sinterablagerungen Becken und Stufen geschaffen.Solche tellerartigen Stalagmiten können nur entstehen, wenn das Wasser aus sehr großer Höhe, wie hier aus über 90 m, nach unten tropft.
Nach dem Höhlenbesuch sind wir noch ein paar Stunden Auto gefahren. Die einen müssen Ende der Woche ihr Mietmobil abgeben, die anderen wollen noch nach Luxembourg.
Mauriac
Stärkung nach dem Höhlenbesuch. Auf dieser Tour kam unsere Außenküche fast täglich zum Einsatz. Zumal wir immer für vier gekocht haben. Hier ist die Dordogne aufgestaut. Nun verlassen wir diese Region und wenden uns nach Norden.
Lapalisse
Die Gemeinde stellt kostenlos einen Stellplatz zur Verfügung.Im Ort gibt es eine ziemlich marodes Schloss.Und einen kleinen Park. Die Gemeinde ist sichtlich bemüht, die Stadt vor dem Verfall zu bewahren.
Auf unserem weiteren Weg bietet die Gemeinde von Goncourt an der Meuse, so heißt der Fluss, ebenfalls einen kostenlosen Übernachtungsplatz.
Am Abend läßt der volle Mond traumhafte Bilder entstehen.Auch dieser Ort kämpft gegen den Verfall. Gar nicht so einfach, wenn riesige LKWs durch die kleinen Straßen donnern.
Metz – leider ohne Sonne
Die Römer waren hier, die Franken und die Deutschen und sie alle haben das Stadtbild geprägt. Die besondere Atmosphäre in Metzt entsteht durch die Flüsse Mosel und Seille, die Architektur unterschiedlicher Epochen und Stile, die Kirchen und die Kathedrale. Die Altstadt liegt auf dem Hügel Sainte Croix.
Die Markthalle. Mit einem Mix aus Markt und Restaurants
Der Metzer Dom, errichtet von 1220 bis 1520. Mit 41 m Gewölbehöhe hat der Dom den dritthöchsten Innenraum in Frankreich. Die Fläche seiner Glasmalereien ist mit ca. 6500 m² die größte in einer französischen Kathedrale. Darunter sind Fenster von Marc Chagall.
Die Rosette hat einen Durchmesser von 11,25 m
In der Altstadt
Die Fußgängerzone
Der Drache Graoully (dt. Grauli) lebte der Legende nach in den Ruinen des römischen Amphitheaters der Stadt, bis ihn der heilige Clemens im 3. Jh. vertrieb. Die Legende wird als Symbol für den Sieg des Christentums über das Heidentum gedeutet. Der Name des Drachen soll sich von „gräulich“ (schrecklich) ableiten. Der Name der Straße Rue Taison, in der der Drache auf dem Bild unten hängt, wird auf eine Warnung vor dem Drachen zurück geführt.
Das Deutsche Tor – die einzige erhalten gebliebene Toranlage mittelalterlicher Stadttore der Metzer Stadtmauer.
Schon bereiten sich viele Geschäfte auf Halloween vor.
Centre Pompidou – ein Ableger der gleichnamigen Ausstellungshalle in Paris
Wir haben nur durch ein Fenster auf die Ausstellung geschaut.Der BahnhofDie Post.Ein weiteres Stadttor.
Metz bei Nacht.
Temple Neuf. Eine protestantische Kirche.Ein Kirchturm ohne Kirchenschiff.Die Kathedrale.
Hier endet nun unsere Herbstreise.
Unsere Mitreisenden sind inzwischen nach Essen zurück gekehrt. Wir verbringen noch das Wochenende in Luxembourg. Nachdem heute eine Bombe in unserem Viertel entschärft wurde und nichts passiert ist, steht unserer Heimkehr auch nichts im Wege.
Heute sitzen wir im Regen, sehen nur Grau und es pladdert auf unser Dach. Eine gute Gelegenheit, unseren nächsten Blog zu schreiben und uns dabei an die letzte Woche zu erinnern, die sonnig und warm war. Und natürlich haben wir auch wieder viel unternommen und gesehen.
Nach Bilbao haben wir einen kurzen Abstecher an die Atlantikküste gemacht und sind mit den Füßen durchs Wasser am Strand spaziert. In Anglet, kurz hinter Biarritz war noch viel los und die Strandbuden hatten alle geöffnet.
Hinter Anglet sind wir ins Landesinnere abgebogen und an die Dordogne gefahren. Wir wollen uns die Bastiden-Dörfer ansehen.
Die Bastiden-Dörfer sind alle im Mittelalter (13. Jh.) gegründet und weitgehend in einem Zug errichtet worden. Wirtschaftliche, politische und militärische Überlegungen bestimmten den Ort der Gründung. Sie wurden alle nach dem gleichen Muster aufgebaut: Um den Marktplatz mit einem überdachtem Teil und arkadengesäumten Häusern ordnen sich die Straßen und Häuserzeilen schachbrettartig an. Sie waren strategisch günstig auf einer Bergkuppe oder einem Plateau gelegen. Sie besaßen allesamt das Marktrecht.
Gleich als erstes haben wir uns den sehr hübschen Ort Monpazier angesehen. 300 m vom Dorf entfernt stellt die Gemeinde kostenlos einen Stellplatz zur Verfügung, den wir nutzten. Leider war es etwas trüb.
Monpazier
Der zentrale PlatzDie MarkthalleDie Arkaden drumherumHüte in allen Formen und FarbenEines der StadttoreDen Zweck dieser Nischen haben wir nicht herausgefunden
Unsere nächste Station war Lalinde. Wir fanden einen sehr schönen Platz an der Dordogne mit Blick auf das Dorf Pontour. Lalinde selbst bot keine Fotomotive.
Die Nächte werden jetzt bis zu 6 Grad kalt und morgens herrscht so dicker Nebel, daß die Sonne Mühe hat, ihn zu vertreiben. Nur langsam taucht die Landschaft wieder auf.
Wenn der Nebel sich verzogen hat, so um 10 oder 11 Uhr, wird der Himmel wieder strahlend blau.
Ch´âteau Bannes. 14. Jh in Privatbesitz.
In Beaumont-du-Perigord fand gerade ein kleiner Markt statt und wir nutzten die Gelegenheit, Salat, Obst und Gemüse zu kaufen.
Hinterhofidylle.Der Marktplatz und die Halle von Beaumont
Unterwegs begegnete uns noch der Ort Belves.
Wieder fanden wir einen Campingplatz direkt an der Dordogne bei Vézac. In der untergehenden Sonne schwebten einige Heißluftballons vorbei, die sich mit der Thermik abmühten. Es haben aber alle 6, die wir gesehen haben, über die Hügel geschafft.
Wir nutzten unseren Standort und machten einen Ausflug zum Schloss Milandes. Das Schloss – 1489 erbaut – ist seit 2001 im Besitz der Familie St. Exupéry, die die Haupt- und Nebengebäude historisch möglichst exakt restaurieren lies. Insbesondere die Schlosskapelle, die zu den ältesten Gebäudeteilen zählt, wurde bis 2023 aufwändig instand gesetzt. Mit einem Audioguide erfahren wir zunächst viel über die Restaurierungen und Funde in der Kapelle.
Anschließend leitet uns ein Audioguide durch das Schloss und wir hören die Geschichte von Josephine Baker, die von 1937 bis 1969 hier mit ihren 11 Adoptivkindern lebte. Eine beeindruckende und vielseitige Frau, die eine große Bühnenkarriere gemacht hat und die zeitlebens gegen Rassismus kämpfte. Daneben setzte sie sich sehr für das Gemeinwohl in der Gemeinde ein, engagierte sich aber auch im Krieg in der Resistance und im französischen Geheimdienst. 1969 wurde sie jedoch wegen finanzieller Schwierigkeiten aus Schloss Milandes vertrieben und das Schloss wurde zwangsversteigert.
Die heutigen Besitzer haben weltweit das alte Mobiliar und Andenken an Josephine Baker zusammengetragen und aus Schloss Milandes ein Josephine Baker Museum gemacht.
Links das Schloss, rechts die KapelleDie Greifvögel warteten auf ihren Einsatz bei der Show der Falkner
Den ganzen Tag hielten wir uns auf dem Schloss Milandes auf.
Am nächsten Tag besuchten wir das Dorf La Rogue-Gageac. Das Dorf ist am Ufer der Dordogne und in den Fels gebaut.
Danach liefen wir durch den verwunschenen Garten von Marqueyssac
Wir spazierten durch die kunstvoll geschnittenen Hecken.
Genossen die Aussicht vom Bergrücken, auf dem der Garten liegt.
Und balancierten über einen wippenden Baumwipfelpfad.
Lustige Köpfe schauten aus dem Waldboden
Und Hecke schneiden geht auch in Würfelform
Unser weiterer Weg führte uns nach Sarlat-la-Caneda. Keine Bastide, aber eine mittelalterliche Stadt aus dem 13. bis 16. Jh. mit einem historischen Zentrum und hohen Häusern. Sarlat verfiel zunehmend, bis die französische Regierung 1962 ein Restaurierungsprogramm beschloss und Sarlat von 1964 bis 1974 in Stand setzte. Seitdem ist der Tourismus gestiegen, 1 Mio. Besucher kommen jedes Jahr.
In der ehemaligen Kirche befindet sich heute die Markthalle
Am letzten trockenen Tag der Woche machten wir einen Ausflug nach Domme. Wieder ein Bastide-Dorf. Diesmal wanderten wir auf den 250 m hohen Berg in ein hübsch hergerichtetes Dorf.
Hier im Turm waren mal 70 Tempelritter eingekerkert.Ein interessantes Wohnhaus neben einer alten MühleAuch von hier oben boten sich schöne Aussichten ins Dordogne-TalAn vielen Stellen blühen ganze Teppiche von Alpenveilchen. Über ein anderes Stadttor verließen wir Domme.
Wenn das Wetter morgen wieder freundlicher ist, fahren wir weiter die Dordogne entlang.